Treffender hätte es Trainer Rainer Amann nach dem 1:1 Unentschieden seiner TSG Thannhausen 2 beim FC Kempten 2 kaum auf den Punkt bringen können. „Wir sind jetzt drei Spiele ungeschlagen, aber das hat uns keinen Schritt weitergebracht.“ In der Tat war das dritte Remis in Folge einfach zu wenig, um im Abstiegskampf neue Hoffnung schöpfen zu können. Im Gegenteil, da sich die Konkurrenz am Osterwochenende fleißig Punkte ins Nest legte, sind die Thannhauser nun sogar Träger der roten Laterne. Den ersten Nackenschlag hatte es bereits vor Anpfiff der Partie gegeben. Nachdem Mittelfeldmotor Andreas Wild sich am Donnerstag im Abschlusstraining verletzt hatte, musste nach dem Warmmachen mit Abwehrspieler Florian Fröhlich der nächste Leistungsträger passen. Die hierdurch notwendigen Umstellungen können aber keinesfalls als Erklärung dafür herhalten, dass die Mindelstädter gegenüber dem vorangegangenen starken Auftritt gegen Gundelfingen am Samstag in der ersten Halbzeit nicht wiederzuerkennen waren. Unnötige Ballverluste, zahlreiche Fehlpässe und fehlende Anspielmöglichkeiten im Angriff führten dazu, dass die Thannhauser vor der Pause kaum eine vernünftige Offensivaktion zustande brachten. Und wenn sie sich doch einmal bis zum gegnerischen Strafraum durchgespielt hatten, kam der letzte Pass oder die Flanke nicht an. Folgerichtig konnte die TSG im ersten Durchgang das Kemptener Tor nicht einmal ernsthaft in Gefahr bringen. Zwar hatten auch die Gastgeber fußballerisch nur wenig zu bieten, dafür agierten sie zunächst aber mit mehr Engagement und dazu sehr effektiv. Bereits in der zehnten Minute nutze Tobias Hänschke die erste Angriffsaktion der Heimelf zum 1:0, als er aus 18 Metern völlig ungestörtMaß nehmen durfte.
In der Halbzeitpause richtete TSG-Coach Amann einige deutliche Worte an seine Mannschaft und diese verfehlten ihre Wirkung nicht. Die Thannhauser zeigten nach dem Seitenwechsel nun den Biss, den man im Abstiegskampf ganz einfach erwarten muss. Bereits in der 52. Minute lag der Ausgleich in der Luft, aber ein Hammer von Fatih Caglar landete an der Querlatte. Die TSG machte nun mächtig Druck und kam auch immer wieder gefährlich vors Kemptener Tor. Es dauerte aber bis zur 82. Minute, ehe Phlipp Miller einen Freistoß aus halblinker Position zum hochverdienten 1:1 Ausgleich verwandelte. Damit wollten sich die Thannhauser aber nicht zufrieden geben. Glücksgöttin Fortuna war allerdings wieder einmal nicht auf Seiten der Amann-Elf. Als Kemptens Schlussmann Zafer Kaytaviloglu einen Schuss von Max Gauder noch vorne abprallen ließ und Philipp Miller den Abpraller ins Tor beförderte wurde dem Treffer wegen einer angeblichen Abseitsstellung des Torschützen die Anerkennung verweigert (86.) und in der 90. Minute verhinderte der Pfosten bei einem satten Schuss von Serkan Mutlu den Aufgrund der Leistungssteigerung im zweiten Durchgang eigentlich verdienten Siegtreffer.
TSG Thannhausen 2: Seitz, Gschrey, Beck, Miller, Öztürk, Gauder, Caglar, Mutlu, Wawra (75. Hilbert), Klimm, Ucci (65. Schmid)
Quelle: Mittelschwäbische Nachrichten
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