TSG II wacht zu spät auf
Erst als die Partie im Mindelstadion bereits so gut wie gelaufen war, kam die TSG Thannhausen II in die Gänge. Am 4:0-Sieg des VfB Durach gab es aber insgesamt nichts auszusetzen, außer dass dieser etwas zu deutlich ausfiel. Die Allgäuer legten vor allem im ersten Durchgang den Grundstock für ihren Auswärtserfolg, indem sie mehr Biss zeigten und sich zweikampfstärker präsentierten. Klaus Richter, stellvertretender Spartenchef der TSG, wollte deshalb auch nichts beschönigen: "Unterm Strich geht der Sieg der Gäste in Ordnung, er fiel aber um ein bis zwei Treffer zu hoch aus."
Im ersten Spielabschnitt brachten zwei kapitale, individuelle Abwehrfehler die Bayernliga-Reserve unnötig auf die Verliererstraße. Sebastian Beck leistete sich einen Fehlpass in den Lauf von Roland Ostheimer. Dessen Zuspiel quer vor dem TSG-Gehäuse verwertete Michael Winkler (13.) zur Gästeführung. In der 39. Minute nutzte Winkler die Lücke in der linken Thannhauser Abwehrseite, legte an der Grundlinie zurück auf Dieter Böll, der dann mühelos vollstrecken konnte.
Die Gastgeber dagegen konnten nicht ausreichend Druck aufbauen, um so den VfB Durach ernsthaft in Verlegenheit bringen zu können. Nach knapp einer Stunde fiel deshalb bereits die Entscheidung. Nach einem harmlosen Freistoß kam es zu einem Missverständnis zwischen TSG-Keeper Markus Seitz und seinem Vordermann Michael Dreher. Letzterer köpfte unglücklich den Ball an Seitz (57.) vorbei ins eigene Gehäuse.
Jetzt wachte die TSG II auf. Einen Freistoß von Yildiz Mesut (62.) ließ VfB-Keeper Rotter abprallen. Andreas Schmid jagte den Ball aus sieben Metern übers Tor. Nach einem Pfostentreffer von Sebastian Hofmiller (66.) hätte es in der besten Phase der Gastgeber nochmals spannend werden müssen, zumal auch Wild und Mutlu gute Möglichkeiten zum verdienten Anschlusstreffer hatten. Erhan Erden (85.) schloss dann für die Gäste einen klassischen Konter zum 0:4-Endstand ab.
TSG Thannhausen II: Seitz, Beck (51. S. Mutlu), Dreher, Mayr, Schmid (75. Hilbert), Frieß (60. Hofmiller), Wild, Frey, Yildiz, Klimm, Nusur
Quelle: Mittelschwäbische Nachrichten
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