Durchatmen bei der TSG Thannhausen II. Mit einem verdienten 2:0 beim TSV Marktoberdorf gelang dem nach der Winterpause sieglosen Aufsteiger ein ganz wichtiger Erfolg im Kampf um den Klassenerhalt in der Bezirksoberliga. "Wir sind endlich für unsere gute Leistung belohnt worden" meinte Rainer Amann nach dem Schlusspfiff.
Dem TSG-Trainer war die Erleichterung zwar deutlich anzumerken, dennoch verlor er nicht den Blick für die Realität. "Das war heute ein erster wichtiger Schritt, mehr aber auch nicht." Besonders hervor hob er die Moral seiner Elf, die nach einer Roten Karte für Peter Struck 50 Minuten in Unterzahl spielen musste, ehe in der Nachspielzeit die Marktoberdorfer Johannes Schmidbauer (Rot, Beleidigung eines TSG-Spielers) und Michael Pfanner (Gelb-Rot, wiederholtes Foulspiel) vorzeitig zum Duschen geschickt wurden.
Die TSG begann stark und bestimmte in der Anfangsphase eindeutig das Geschehen. Die erste große Chance zur Führung vergab Andreas Wild in der 13. Minute nach Traumpass von Marc Hämmerle. Erfolgreich war Wild dagegen in der 31. Minute. Amadou Abdullei setzte sich gegen zwei Marktoberdorfer Abwehrspieler durch und sein überlegtes Zuspiel verwertete Wild aus acht Metern zum 1:0. Fünf Minuten später wäre einem Marktoberdorfer nach einem Freistoß von Mesut Yildiz beinahe ein Eigentor unterlaufen. Ab der 37. Minute spielte die TSG in Unterzahl, denn Peter Struck sah nach einem Foul als letzter Mann die Rote Karte. Sekunden vor dem Halbzeitpfiff hatten die Marktoberdorfer bei einem Freistoß von Christian Schmölz ihre einzig gute Torchance im ersten Durchgang.
Nach der Pause machten die Gastgeber in Überzahl Druck, mit viel Einsatzwillen und Kampfgeist hielten die Thannhauser aber dagegen. Marktoberdorf kam daher trotz optischer Überlegenheit nur zu wenigen zwingenden Möglichkeiten. Ein Schuss von Michael Pfanner ging knapp über die Latte und bei einem weiteren Versuch von Bernhard Eiband war TSG-Torhüter Markus Seitz zur Stelle.
Die Thannhauser blieben aber durch Konter stets gefährlich und legten noch einen Treffer drauf: Drei Minuten vor dem Ende bediente Amadou Abdullei seinen Teamkollegen Dominik Mayr, der mit einem platzierten Schuss aus zwölf Metern für die Entscheidung sorgte.
Danach erwiesen sich die Marktoberdorfer als schlechte Verlierer und in der Nachspielzeit kam es zu den erwähnten Platzverweisen.