Keinen Respekt vor großen Namen zeigten bei den Bayerischen Hallenmeisterschaften in Bogen die Fußball-C-Junioren der TSG Thannhausen. Als krasser Außenseiter gestartet, trumpften die kleinen „Roten“ als schwäbische Vizemeister aus dem Mindeltal gegen den Nachwuchs bayerischer Eliteklubs groß auf und wurden geradezu sensationell bayerischer Vizemeister.
Nach einer unglücklichen 1:2-Finalniederlage gegen den viermaligen Bayernmeister 1.FC Nürnberg durften die Thannhauser sich für ihre großartigen Leistungen von den über 700 Zuschauern in der ausverkauften Bogener Sporthalle feiern lassen. Feiern lassen durfte sich aus dem Thannhauser Talentschuppen vor allem Adrian Dußler, der mit sieben Treffern Torschützenkönig wurde und zudem noch zum besten Spieler des Turniers gewählt wurde.
Die Arbeit von Trainer Markus Deibler sowie der Co-Trainer Ralf Goldschmid und Michael Porstendörfer hat sich wieder einmal bezahlt gemacht. Seit vier Jahren spielen die TSG-Talente jetzt schon in der Bayernliga eine gute Rolle. 2008 und 2009 wurden sie schwäbischer Hallenmeister und vertraten jetzt zum dritten Mal den schwäbischen Bezirk bei einer „Bayerischen“.
Ein erstes Ausrufezeichen setzten die Thannhauser schon im ersten Gruppenspiel mit dem 2:2 gegen den haushohen Favoriten 1.FC Nürnberg. Diesem Remis folgten ein 3:1-Sieg über den TSV 1860 München und ein 5:2 gegen den Jahn Regensburg. Der TSG-Express rollte und ließ sich auch im Halbfinale nicht aufhalten. Wenninger, Höß und Dußler trafen beim 3:1-Sieg über Greuther Fürth.
Im Finale kreuzten die Thannhauser dann erneut mit dem 1. FC Nürnberg, der im Halbfinale den Schwabenmeister FC Augsburg 3:0 deklassiert hatte, die Klingen. Die TSG ging in diesem hochklassigen Spiel durch Adrian Dußler mit 1:0 in Führung, doch der 1. FC Nürnberg entschied die ausgeglichene und faire Partie durch ein spätes Tor (begünstigt durch eine Thannhausener Zeitstrafe) zu seinen Gunsten.