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MARCO CHESSA WIRD BEURLAUBT
 

Die TSG Thannhausen und Trainer Marco Chessa gehen getrennte Wege. Am Dienstagabend beschlossen die Verantwortlichen des Fußball-Landesligisten, den Trainer von seinen Aufgaben zu entbinden. Grund sei „die anhaltende sportliche Talfahrt mit nur einem Sieg aus 18 Spielen und bereits neun Punkten Rückstand auf den 15. Tabellenplatz“, heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins.

Mit Chessas Arbeit sei man nicht unzufrieden gewesen, auch die Zusammenarbeit untereinander habe gestimmt, sagt Fußball-Abteilungsleiter Klaus Richter. Was fehlte, waren die sportlichen Erfolge: „Wir mussten jetzt etwas probieren und konnten nicht bis zur Winterpause warten. Jetzt haben wir noch 16 Spiele, um den Rückstand auf Platz 15 aufzuholen. Nach der Pause sind es nur noch zwölf.“ Die schwachen Leistungen in den Partien gegen Sonthofen und Gundelfingen gaben letztlich den Ausschlag für die Entscheidung. Eigentlich sollte die Mannschaft mit Punkten aus den beiden Heimspielen die Aufholjagd auf die Relegationsplätze starten. Stattdessen lieferte das Team schwache Leistungen ab, besonders im Angriff. Seit drei Spielen hat die TSG kein Tor erzielt.

Chessa selbst war von seiner Beurlaubung wenig überrascht. „Ich hatte mir gedacht, dass für die Verantwortlichen früher oder später der Druck zu groß werden würde“, sagt er. „Es ist schade, aber deswegen stürze ich mich nicht vom Hochhaus.“ Vielleicht habe man beim Verein etwas verkannt, wie viel Zeit ein Neuaufbau einer Mannschaft mit jungen Spielern brauche.

Das sieht Richter anders: „Wir haben 18 Spiele hinter uns und nur einen Sieg auf dem Konto. Mangelnde Geduld kann man uns, glaube ich, nicht vorwerfen.“ In den nächsten Tagen wollen die Parteien entscheiden, ob der Vertrag aufgelöst wird oder ob Chessa in anderer Funktion im Verein tätig bleibt. Letzteres kann er sich durchaus vorstellen: „Mir liegt es am Herzen, dass es mit dem Verein weitergeht, auch wenn ich nicht mehr Trainer der ersten Mannschaft bin.“

Seinem Nachfolger hat er zumindest einige Tipps für den Umgang mit dem Team hinterlassen. „Für den Neuen ist es ja der perfekte Zeitpunkt, die Mannschaft zu übernehmen“, sagt Chessa. Im Gastspiel beim Tabellenletzten VfB Durach habe man beste Chancen, mit einem Sieg zu starten.

Wer Chessas Nachfolger wird, ist unklar. „Zu Spekulationen geben wir keinen Kommentar ab“, sagt Richter. Der Neue soll im besten Fall bereits beim Spiel in Durach auf der Bank sitzen. Einen Spielertrainer soll es allerdings nicht geben, so viel verrät Richter. Ziel für den neuen Trainer soll es sein, das Team bis zur Winterpause wieder „in Schlagdistanz zu den Relegationsplätzen zu bringen.“

Außerdem sollen Siege wieder mehr Zuschauer ins Mindelstadion locken. Zuletzt war der Besuch trotz besten Wetters eher mau – für einen finanziell nicht auf Rosen gebetteten Verein ein Problem. „Wir mussten jetzt auch etwas tun, um die Zuschauer und Sponsoren nicht zu verlieren“, sagt Richter.


Quelle: Mittelschwäbische Nachrichten




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