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JONAS SCHMIDT WECHSELT VON HOFFENHEIM ZURÜCK
 

Einmal Fußballprofi sein, das ist ein Traum eines jeden jungen Fußballers, für den der Ball schon von Kindesbeinen an das liebste Spielzeug ist. Auch für den Jettinger Jonas Schmidt, der im Januar 17 Jahre alt geworden ist. Einen ersten Schritt in Richtung Traumberuf tat er als Kaderspieler der deutschen U16-Nationalmannschaft und als Bayernnauswahl-Kicker im Juni 2010, als der aus dem „kleinen Jugendzentrum“ der TSG Thannhausen ins Jugendinternat des Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim einzog. Doch nach nur einem halben Jahr ist Jonas Schmidt während der Winterpause wieder zurück bei den A-Junioren der TSG Thannhausen.

Man hat ihn nicht etwa weggeschickt. Ganz im Gegenteil: der Ex-Profi Alexander Rosen als Leiter des Hoffenheimer Internats hätte ihn nur zu gerne weiterhin im Hoffenheimer Leistungszentrum behalten. Jonas Schmidt hatte im letzten halben Jahr Technik und Taktik verbessert, die er sich schon im frühen Kindesalter auf Straßen, holprigen Wiesen und in den Kinderteams des VfR Jettingen und danach zwei Jahre lang als C- und B-Jugendlicher der TSG Thannhausen spielerisch angeeignet hatte. Und auch am Berufskolleg der Max-Weber-Schule in Sinsheim gab es keine Klagen über den Schüler Schmidt.

Einer wie er wünscht sich aber mehr, als nur die Schulung der individuellen sportlichen Fähigkeiten wie etwa Technik, Koordination und Schnelligkeit. Vor allem Vertrauen. Doch das erkannte er nach von ihm mutig und offen geführten Gesprächen mit dem in Hoffenheim neu an Bord gegangenen U 17-Trainer Xaver Zembrod nicht ausschließlich. Er musste vielmehr befürchten, aus taktischen Überlegungen mehr auf der Bank zu sitzen als Stammspieler zu sein.

Doch zurück bei den Bayernliga-A-Junioren der TSG Thannhausen hat er seinen Traum von Profi nicht gänzlich aufgegeben. „Auch diese Liga kann für mich unter Trainer Edi Knöpfle ein Sprungbrett sein“, sagt er und fügt hinzu, „dass Träume immer erlaubt sind, wenn man erst 17 Jahre jung ist.“ Aber diese Frage stellt er sich momentan nicht so sehr, auch wenn er den Profitraum immer in seinem Kopf behalten wird.

Jetzt ist er also zurück im „kleineren Jugendzentrum“ der TSG Thannhausen, die mit Stolz schon seit Jahren auf eine wirksame Jugendarbeit verweisen kann. Er strebt in den nächsten beiden Jahren an der Fachoberschule in Neu-Ulm eine gute Schulausbildung an. Und natürlich im Trikot der TSG Thannhausen sportliche Erfolge.


Quelle: Mittelschwäbische Nachrichten




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