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GRAF V.SCHÖNBORN WIRD 70 |
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Wohl kaum ein Name ist so untrennbar mit der TSG Thannhausen verbunden wie der von Alexander Graf von Schönborn. Am Sonntag feiert der langjährige Vorsitzende, Fußballabteilungsleiter und Ehrenvorsitzende der TSG seinen 70. Geburtstag.
Der Fußball war und ist die ganz große Leidenschaft des Jubilars, sein Wirken für die TSG Thannhausen ging allerdings weit über die Fußballabteilung hinaus. Aktiv gespielt hat von Schönborn nie, seine sportlichen Wurzeln lagen vielmehr beim Tischtennis. Schon früh übernahm er Verantwortung im Vorstand des Gesamtvereins. 1970 wurde er zunächst zum Zweiten Vorsitzenden und nach dem Rücktritt des damaligen Ersten Vorsitzenden Heinrich Mayer noch im selben Jahr zu dessen Nachfolger gewählt.
Mehr als ein Vierteljahrhundert stand der Graf an der Spitze der TSG. In seine Ära fielen so bedeutende Ereignisse wie der Neubau des Sportheims 1974, das erste DFB-Pokalspiel gegen Bayer Leverkusen 1975, die Feierlichkeiten zum 100-jährigen Vereinsjubiläum 1990 mit dem Gastspiel des FC Bayern München (Trainer bei den Bayern war damals übrigens Jupp Heynckes) und der Bau eines vierten Fußballplatzes 1993. Sein Engagement ging aber weit über das Sportliche hinaus. So organisierte er zum Beispiel drei USA-Reisen, die allen Mitreisenden immer in allerbester Erinnerung bleiben werden.
Mitte der 90er-Jahre verlegte von Schönborn, der sich in Thannhausen nicht nur als Vereinsvorsitzender, sondern auch in verschiedenen anderen öffentlichen Ämtern um das Gemeinwohl verdient gemacht hatte, seinen Wohnort nach dem Tod seines Vaters an den Familienstammsitz ins württembergische Oberstadion. 1996 trat er schließlich nach 26 Jahren an der Spitze als Vorsitzender ab. In Anerkennung seiner herausragenden Verdienste wurde er zum Ehrenvorsitzenden ernannt.
Als die Fußballabteilung im Jahr 2000 händeringend einen Abteilungsleiter suchte, stellte sich von Schönborn wieder in den Dienst der TSG. Eigentlich wollte er, der von Oberstadion nach Thannhausen jedes Mal eine einfache Anfahrtsstrecke von 75 Kilometern zurückzulegen hatte, dieses Amt nur zwei Jahre ausüben. Es wurden schließlich acht Jahre daraus, und diese gingen als die mit Abstand erfolgreichsten in die TSG-Fußballhistorie ein.
Gleich im ersten Jahr gelang der Aufstieg in die Landesliga. Nach dem Abstieg 2003 traf von Schönborn die mutige Entscheidung, das damals gerade einmal 25-jährige Eigengewächs Oliver Schmid zum Trainer zu machen. Er sollte es nie bereuen. Es folgten der sofortige Wiederaufstieg 2004, der schwäbische und bayerische Pokalsieg 2006 und der damit verbundene neuerliche Einzug in den DFB-Pokal mit der Partie gegen Borussia Dortmund vor 10500 Zuschauern im Mindelstadion. Ein Jahr später ging für den im besten Sinne fußballverrückten Grafen mit dem Aufstieg in die Bayernliga ein Lebenstraum in Erfüllung.
2008 gab von Schönborn, dem 2002 vom damaligen Verbandspräsidenten Gerhard Mayer-Vorfelder für seine Verdienste um den Fußball die DFB-Ehrennadel verliehen worden war, das Amt des Abteilungsleiters ab, stellte sich als Gesellschafter der neu gegründeten Fußball GmbH aber weiter der Verantwortung. So blieb es ihm nach all den Erfolgen im vergangenen Jahr nicht erspart, auch das mit der GmbH-Insolvenz schwärzeste Kapitel der Thannhauser Fußballgeschichte hautnah miterleben zu müssen. Getreu dem Motto in guten wie in schlechten Zeiten stand er auch danach weiter zu seiner TSG.
Aus dem Tagesgeschäft zog er sich zwar zurück, als treuer Besucher der Heimspiele und Unterstützer des Vereins begleitete er aber in der gerade zu Ende gegangenen Spielzeit aktiv den Neubeginn. Wer von Schönborn kennt, der weiß daher auch, dass die Fußballer ihrem Grafen mit dem frühzeitigen Klassenerhalt in der Landesliga bereits vor einigen Wochen ein verfrühtes Geburtstagsgeschenk gemacht haben.
Quelle: Mittelschwäbische Nachrichten
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DFB-Mobil bei der TSG | F-Jugend nordschwäbischer Meister
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