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SCHWÄBISCHE HALLENVORRUNDE
 

Gruppe 1
TSG Thannhausen
TSV Krumbach
SpVgg Wiesenbach

Gruppe 2
SC Bubesheim
VfR Jettingen
SSV Glött

Vorrunde:
TSG Thannhausen – SpVgg Wiesenbach 3:1
(Tore: 1:0 Onyemaeke, 2:0 Gauder, 3:0 Geldhauser)
SC Bubesheim – SSV Glött 1:1
TSV Krumbach – TSG Thannhausen 5:5
(Tore: 1:1 Selig, 1:2 Geldhauser, 2:3 Gauder, 3:4 Selig, 5:5 Selig)
VfR Jettingen – SC Bubesheim 1:6
SpVgg Wiesenbach – TSV Krumbach 4:1
SSV Glött - VfR Jettingen 1:3

Halbfinale:
TSG Thannhausen - VfR Jettingen 9:2
(Tore: 1:1 Onyemaeke, 2:1 Onyemaeke, 3:1 Balogh, 4:2 Sandner, 5:2 Cantürk, 6:2 Cam, 7:2 Onyemaeke, 8:2 Berchtold, 9:2 Onyemaeke)

SC Bubesheim - SpVgg Wiesenbach 2:0

Endspiel:

TSG Thannhausen - SC Bubesheim 4:2 n.V.
(Tore: 1:0 Cantürk (SM), 2:1 Cantürk, 3:2 Sandner, 4:2 Balogh)
rote Karte Kretzinger (SCB/Handspiel)




 

„Vorrunde zur Schwäbischen Meisterschaft im Hallenfußball“ nennt man das, wenn sich in der Günzburger Rebayhalle sechs höherklassige Mannschaften um die Fahrkarte zur Endrunde in Augsburg streiten, die TSG Thannhausen und der SC Bubesheim sich im Endspiel gegenüberstehen und am Ende wieder einmal die Thannhauser gewinnen. So wie in den letzten Jahren, so war es auch am Mittwoch Abend. Vor 780 Zuschauern setzte sich der Bayernligist mit 4:2 durch, wurde dabei seiner Favoritenrolle gerecht und ist am Samstag, 9. Januar bereits zum elften Mal bei der Endrunde in der Augsburger Sporthalle vertreten.

Dabei waren die Thannhauser nahe dran, für eine - aus ihrer Sicht - unliebsame Überraschung zu sorgen. Im Gruppenspiel bissen sich nämlich die Akteure des Bayernligisten am Bezirksligisten TSV Krumbach die Zähne aus. Im torreichsten und unterhaltsamsten Spiel des Abends konnte sich die TSG nie entscheidend absetzen, ja sie lag sogar drei Minuten vor Spielende mit 4:5 im Rückstand, weil die Krumbacher auf jeden noch so sauber herausgespielten TSG-Treffer, eine ebenso spektakuläre Antwort fanden. Am Ende stand ein 5:5, das dem Favoriten aber zum Einzug ins Halbfinale genügte, weil er im ersten Spiel die SpVgg Wiesenbach mit 3:1 besiegt hatte.

Den Krumbachern sollte der respektable Einstand Appetit auf mehr machen - mochte man meinen. Doch diesen verdarb die SpVgg Wiesenbach dem Ligakonkurrenten relativ mühelos. Der TSV nämlich war nicht wiederzuerkennen und musste mit 1:4 den Wiesenbachern den Halbfinal-Vortritt lassen.

Den erwarteten Lauf nahm das Geschehen in Gruppe B, wo der Bezirksoberligist SC Bubesheim als Gruppensieger hervorging, obwohl auch er an einem Außenseiter zu knabbern hatte. Anstatt gegen Kreisligist SSV Glött einen möglichen klaren Sieg herauszuschießen, kassierten die Bubesheimer 20 Sekunden vor Schluss den Ausgleichstreffer zum 1:1-Endstand. Der Dämpfer hallte aber nicht lange nach, denn beim zweiten Gruppenspiel machten die Bubesheimer nach ausgeglichener erster Halbzeit dann mit dem VfR Jettingen kurzen Prozess (6:1). Ins Halbfinale begleitet wurde der SCB dennoch von den Jettingern, die ihre Chance durch einen 3:1-Sieg gegen Glött nutzten.

Mit den Gruppensiegen durch die TSG Thannhausen und den SC Bubesheim war das Traditions-Finale also wieder möglich, sofern die Halbfinalhürden bewältigt werden. „Das waren nun doch ein paar zuviel“, meinte ein neun Mal geschlagener Jettinger Torwart Josef Göppel nach der 2:9-Niederlage gegen die TSG. Nach 20 Sekunden führte der Bezirksligist zwar mit 1:0, doch dann kannte der Bayernligist kein Erbarmen mehr.

Weitaus mehr gefordert war der SCB beim 2:0-Sieg über Wiesenbach, den erst Manuel Kirschenhofer in den Schlusssekunden in trockene Tücher brachte. Kuriosum: Beim Lattenschuss des Wiesenbachers Robert Fäustle (14. Minute) sprang der Ball ins Feld zurück, im direkten Gegenzug traf Sebastian Brosch zwar ebenfalls nur die Unterkante der Latte, bei seinem Wembley-Tor driftete das Spielgerät jedoch zum 1:0 ins Netz ab.

Der Neuauflage des Finales der letzten Jahre fehlte der spielerische Glanz, die Partie lebte vorwiegend von der Spannung. Trotzdem rührte sich etwas in der Halle. Arton Berisha kassierte nach drei Minuten und Foul an Stefan Selig eine Zeitstrafe, welche die TSG nicht nutzen konnte. Nach 12 Minuten musste SCB-Akteur Oskar Kretzinger mit „Rot“ vom Parkett, obwohl er wiederholt beteuerte, den Torschuss von Onyemaeke nicht mit der Hand sondern der Schulter abgewehrt zu haben. Dadurch geriet der SCB nicht nur in Rückstand (Cantürk verwertete den Strafstoß sicher) sondern verlor auch einen seiner wichtigsten Spieler. Auf den musste die TSG allerdings schon länger verzichten, denn Stefan Seligs Auftritt war nach dem Foul von Berisha jäh zu Ende.

Zwei Mal konnte Bubesheim Thannhauser Führungstreffer in der regulären Spielzeit ausgleichen und eine Verlängerung erzwingen. Nach dem 3:2 durch den jungen TSG-ler Florian Sandner gingen dann die Lichter aus. Nicht nur für acht Minuten in der Rebayhalle, für den Rest des Spieles auch beim SC Bubesheim, der durch Brosch und Nan nur noch Alutreffer verzeichnete, während Balogh in der Schlussminute mit dem 4:2 endgültig den Weg der TSG Thannhausen nach Augsburg ebnete.


Quelle: Mittelschwäbische Nachrichten