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NACHBERICHT 30. SCHWÄBISCHE HALLENMEISTERSCHAFT |
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Der dreifache Schwäbische Meister und zweimalige Bayerische Vizemeister im Hallenfußball, TSG Thannhausen, hat am Samstag den „Budenzauber“ von einer anderen Seite kennengelernt. Nach einem überzeugenden Auftritt beim Vorrunden-Turnier in Günzburg musste der Bayernligist nun bei der Endrunde der Schwäbischen Meisterschaft in Augsburg bereits nach dem Viertelfinale die Koffer packen. Die Mindelstädter unterlagen nach schwacher Leistung dem Landesligisten und späteren Final-Teilnehmer FC Affing mit 1:3.
An jener Stelle, wo die Thannhauser in den letzten fünf Jahren drei Titel und zahlreiche Sonderauszeichnungen errungen hatten, war diesmal von den „Budenzauberern“ aus der Mindelstadt nicht viel zu sehen. „Wir haben es versäumt, die Initiative zu ergreifen, ein aktives Spiel von unserer Seite fand so gut wie nicht statt“, sparte nach dem frühen Aus TSG-Torhüter Sebastian Steidle nicht mit Selbstkritik.
Eigentlich hatte es gut angefangen für den Bayernligisten, der mit den hallenerfahrenen Akteuren Stefan Selig, Marian Dischl, Christian Streitel und Peter Jakob die Partie eröffnete. Auf der Bank hingegen saßen mit Michael Wieser, Nico Berchthold, Max Gauder, Felix Jocham und Michael Geldhauser nur noch Spieler, die noch nie auf dem Augsburger Parkett zu sehen waren. Geldhauser (noch A-Juniorenspieler) wurde kurzfristig „nachnominiert“, nachdem Torjäger Srdan Stevanovic wegen einer Oberschenkelverletzung pausieren musste.
Bereits in der ersten Minute verfehlte Stefan Selig haarscharf das Tor. Die singend von den TSG-Fans vorgetragene Frage „Ja, wann kommt das 1:0?“ hätte auf der Gegenseite Sebastian Kinzel (bei der Vorrunde bester Spieler und Torschütze) beantworten können, doch freistehend vergab er eine Riesenmöglichkeit (5.). Lattenschüsse auf beiden Seiten durch Berchtold (7.) und Sander (8.) folgten, ehe die zahlreichen Thannhauser Fans dann doch jubeln konnten. Selig wurde bei einem energischen Vorstoß gefoult (9.) und er selbst bestrafte die Tat, indem er den Freistoß zum 1:0 in die Maschen donnerte.
Diese Führung zur Halbzeit konnte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass beim Bayernligisten viel Sand im Getriebe war. Von „Ramba-Zamba“ keine Spur und so witterte allmählich der Gegner seine Chance. Der agile Kinzel scheiterte zunächst an Keeper Steidle (20.), vier Minuten später führte ein Affinger Vorstoß über die völlig offene Seite mit anschließendem klugen Querpass zum 1:1 durch Weiser. Kaum erholt von diesem Schock, folgte für die TSG schon der nächste: Sebastian Kinzel, vor dem Trainer Oliver Schmid eindringlich gewarnt hatte, setzte sich energisch durch und es stand 1:2 (26.). Die Bemühungen der Thannhauser, das Ruder noch einmal herum zu reißen, waren zu harmlos und zu durchsichtig. Als dann Steidles Fußabwehr in der Schlussphase beim Gegner landete, hatte Raffler keine Mühe, den Ball zur endgültigen Entscheidung im TSG-Kasten unterzubringen.
Der Traum vom Finale bzw. einem weiteren Titel war damit bei der TSG bereits nach 30 Minuten ausgeträumt.
Quelle: Mittelschwäbische Nachrichten
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