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TSG WIRD ZUR GMBH |
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Eine zweistündige Diskussion und entsprechende Satzungsänderungen, dann war eine - laut Vorsitzendem Gerd Olbrich - "wegweisende Entscheidung für den Verein" beschlossene Sache: Die Fußballer der TSG Thannhausen (1. und 2. Mannschaft) sind eine Firma. Die 44 stimmberechtigten Mitglieder machten bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung einstimmig den Weg frei für die Gründung der "TSG Thannhausen Fußball GmbH".
Das heißt nun nicht, dass die Fußballer und die TSG getrennte Wege gehen. Es wird nur der Spielbetrieb der 1. und 2. Mannschaft rechtlich gesehen verselbstständigt in einer GmbH. Die Bildung dieser "Untereinheit unter dem großen Dach der TSG" (Olbrich) war nötig geworden, weil der Spielbetrieb der beiden Seniorenmannschaften (Bayernliga und Bezirksoberliga) mit herkömmlichen Mitteln nicht mehr zu bewältigen ist und professionellere Strukturen geschaffen werden müssen.
Dazu kommen steuerliche Aspekte und in erster Linie die Haftungsfrage. Wenn die GmbH in Insolvenz gehen würde, dann haftet sie mit ihrem eigenen Kapital und nicht der TSG-Hauptverein.
"Nach außen hin wird man von der Umstrukturierung nichts merken", versicherte Harald Emmerling. Er ist als Geschäftsführer und Daniel Häußler als Stellvertreter (gegen Entgelt) vorgesehen. Das Mitspracherecht wird durch einen Beirat zementiert, zudem bleibt die TSG auf jeden Fall Mehrheitsgesellschafterin, auch wenn noch ein zweiter Gesellschafter (im Gespräch ist der momentane Fußball-Abteilungsleiter Alexander Graf von Schönborn) hinzu kommen sollte.
Bestehen bleibt die komplette Fußballabteilung inklusive Jugendfußball. Die große Sorge bei der Diskussion war die fußballerische Nachwuchsarbeit und die Deckung der dadurch entstandenen beziehungsweise künftig entstehenden Defizite. Einhellig war der Tenor, dass die Talentförderung auf keinen Fall vernachlässigt werden darf, wenn man sich nicht ins eigene Fleisch schneiden wolle. Das Problem, dass der Jugendfußball ein Draufzahlgeschäft ist, gebe es aber mit und ohne GmbH.
Durch Spenden und auch durch das für die Nutzung von Gebäuden oder Anlagen von der GmbH zu entrichtende Entgelt (Stellvertretender Abteilungsleiter Klaus Richter: "Ein nicht unerheblicher Batzen") könne die Jugendarbeit unterstützt werden. Und weil die Nachwuchsausbildung und deren Finanzierung ein so wichtiger Aspekt ist, wurde der Beschlussempfehlung des Vereinsausschusses zur GmbH Grün- dung ein eigener Passus hinzugefügt.
Quelle: Mittelschwäbische Nachrichten
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