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BERICHT ÜBER SPVGG BAYREUTH |
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Bayreuther Spieler wartet seit zwei Monaten auf Gehaltszahlungen
Die Lage ist ernst auf der Jakobshöhe, wie die Jahresversammlung gestern Abend im voll besetzten Glenksaal bewies: Wie Präsident Heinz Wicklein zu verstehen gab, steht die SpVgg Bayreuth derzeit mit 390 000 Euro in der Kreide, wovon rund 108 000 Euro noch aus der vergangenen Saison herüber genommen werden mussten.
Doch eine besondere Härte stellt die Tatsache dar, dass das erfolgreiche Team seit zwei Monaten auf Gehaltszahlungen wartet und schon geplant hatte, das heutige Gastspiel in Ansbach zu boykottieren. „Ich möchte mich in aller Form bei der ersten Mannschaft entschuldigen, dass wir noch nicht in der Lage waren, die rückständigen zwei Monatsgehälter aufzutreiben. Doch solch eine gute Mannschaft muss pünktlich bezahlt werden“, gestand der Altstädter Boss, der bis heute Mittag alles daran setzen wollte, noch Geld aufzutreiben. Wicklein begründete den hohen Schuldenstand auch damit, dass einige Sponsoren – so die Firma Bischoff in Naila – ihre Zusagen bis jetzt nicht eingehalten hätten. Und hier handele es sich – so Wicklein – um einen Betrag von 300 000 Euro.
Der 64-Jährige erzählte auch von einem möglichen Sponsor, der sofort zwei Millionen auf den Tisch legen würde, wenn er und Geschäftsführer Wolfgang Mahr sofort den Rücktritt erklären würden. „Doch sehe ich den Herrn hier nicht. Es ist aber eine Wertschätzung für mich und Herrn Mahr, wenn jemand so viel Geld für unsere Demission aufbringen will.“ Wicklein und auch sein Schatzmeister Wolfgang Höhn betonten, dass das Präsidium nicht an seinem Stuhl klebe. „Wenn das Präsidium nicht mehr gewünscht wird, treten wir zum Wohl des Vereins zurück“, unterstrich Höhn.
Die beiden klammerten das Wort „Insolvenz“ nicht mehr aus, hatten doch Ex-Trainer Norbert Schlegel und auch die hiesige AOK kürzlich schon Insolvenzanträge gestellt, die allerdings abgewendet werden konnten. „Wir haben aber immer noch gefährliche Verbindlichkeiten“, wie Wicklein sich ausdrückte, und meinte damit die Schulden an das Finanzamt, die Verwaltungsberufsgenossenschaft und die Sozialversicherungsträger, „die uns den Laden jederzeit zusperren können“.
In einem Gespräch mit Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl hatten die Verantwortlichen ihre Probleme offen gelegt, und Hohl sicherte den Altstädtern Hilfe zu, wenn diese ein schlüssiges Sanierungskonzept vorlegen könnten. Dies soll bis kommenden Freitag geschehen, und dann werden die Altstädter – wie vom Vorsitzenden des Wirtschaftsbeirats, Jörg Waniek, gefordert – eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen, in der auch über eine Beitragserhöhung abgestimmt werden soll.
Am Lizenzantrag für die neue Regionalliga (der bis zum 15. April fällig wird) ließ Wicklein indes keinen Zweifel, zumal er für die kommende Saison positive Strömungen bei möglichen Geldgebern ausgemacht habe. Doch gerade dieses Vertrösten in künftige Spielserien kreidete Stefan Kolb dem Präsidenten in der anschließenden Aussprache an. Der Werbe-Experte hatte sich angeboten, der Vorstandschaft beim Marketing unter die Arme zu greifen, war aber mit seinen Ideen auf taube Ohren gestoßen. Er monierte zudem die eingeschlagenen Wege der Vorstandschaft und stellte die Forderung nach einem tragfähigen Sanierungskonzept. Wicklein wollte diese Vorwürfe nicht stehen lassen, wehrte sich nicht nur da gegen die Anfeindungen seine Person betreffend: „Ich habe es satt, nur kritisiert zu werden.“
Christian Höreth, auch für das derzeitige Marketing mit verantwortlich, schlug moderate Töne an: „Wir sind in unseren Ansichten nicht so weit auseinander. Lasst es uns doch gemeinsam angehen, um den Verein zu retten!“
Quelle: http://www.nordbayerischer-kurier.de
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Bericht über Bayram Sadrijaj | Bericht Vertragsverlängerungen
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