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BERICHT JUGENDARBEIT
 

Jugendtrainer von links: Hans Miller, Markus Deibler, Eduard Knöpfle




 

Die TSG Thannhausen ist längst die stärkste Bastion im Landkreis-Fußball. Und wenn das über die Jahre hinweg so bleiben soll, muss der Bayernligist in seiner Jugendarbeit die lokalen Schranken niederreißen.

Es wäre nämlich eine Verkennung der Tatsachen zu glauben, nur mit Spielern vor der eigenen Haustüre weiterhin erstklassigen Fußball bieten zu können. Das zu akzeptieren, fällt vielen Außenstehenden noch immer schwer. Aber wer höherklassigen Fußball über eine längere Zeit anbieten will, muss den Weg der Talentsuche gehen.

Dafür stehen bei der TSG vor allem die Arbeit des Jugendkoordinators und C-Juniorentrainers Markus Deibler wie auch das Engagement von Edi Knöpfle (A-Junioren) und Johann Miller (B-Junioren). Und so ist Thannhausen eine der außergewöhnlichsten schwäbischen Adressen, wenn es um die Förderung von Fußball-Talenten geht.

Vorreiter dieser Jugendarbeit ist Deibler, dem das Fußballspiel zum Lebensinhalt wurde. Die eigene Kraft hoch einschätzen, ohne sie jedoch zu überschätzen: Das war schon immer sein Ansporn und sein Denkprinzip zugleich. Nie hat er unpopuläre Maßnahmen gescheut, um seine Jugend populär zu machen. Zugute kam dem dynamischen 28-Jährigen, dass ihm Röntgenaugen für die Einschätzung von Stärken und Schwächen junger Spieler in die Wiege gelegt worden sein müssen.


A-Junioren


Als Meister der schwäbischen Bezirksoberliga wurde im Relegationsspiel gegen den TV Erlangen-Bruck der Aufstieg in die neue, eingleisige Bayernliga knapp verpasst. Das wollen die schon als B-Jugendliche unter Deibler geschulten Talente nun unter der Regie von Knöpfle, des langjährigen TSG-Aktiven mit 13 Jahren Trainererfahrung, nachholen. Zum 23-köpfigen Kader stießen sechs eigene B-Juniorenspieler, darunter die Auswahlkicker Tobias Hänsle, Thomas Süß, Benny Schmid, Raphael Mader, Cassian Behr und Maximilian Plobner. Als Neuzugänge begrüßen konnte der Trainerfuchs Auswahl-Torhüter Dominik Schalk vom FC Königsbrunn, Oliver Mack (SSV Ulm 1846) sowie vom FC Augsburg Florian Sandner und Max Birner, den Sohn des ehemaligen Ulmer und Augsburger Profis Robby Birner.


B-Junioren


Mit einem 24-köpfigen Kader beginnen die B-Junioren unter ihrem neuen Trainer Miller, der gar nicht so neu ist, am 7. September mit dem Spiel beim FC Ingolstadt 04 die Landesliga-Saison. Neun Jahre lang war Miller beim TSV Balzhausen Jugendleiter und gehört heute noch in seinem Stammverein dem Vorstand an. "Vorne mitspielen, mindestens Rang fünf belegen": Das ist Millers Vorgabe an sein Team, in dem mit Tobias Hillenbrand, Josef Celik und Eduard Stober auch Spieler mit Auswahl-Einsätzen stehen. Noch ein Ziel hat sich Miller gestellt: Er will die B 2 in die Bezirksoberliga führen.


C-Junioren

Die von Deibler trainierten C-Junioren stehen auf der höchsten Stufe. Nach dem altersbedingten Aderlass von neun Spielern ergänzen zwölf Neuzugänge den 20-köpfigen Kader. Große Stücke hält Deibler vor allem auf Bayernauswahl-Spieler Matthias Joachim vom FC Kempten und auf Eric Thommy aus Wettenhausen, der beim SV Kleinbeuren begann und die letzten beiden Jahre das Trikot des SSV Ulm 1846 trug. Und da sind noch der Jettinger Jonas Schmidt und der Unterliezheimer Michael Krötzinger, die nach ihrer Teilnahme am DFB-Jugend-Camp in Bad Blankenburg in den erweiterten DFB-Kader eingeladen wurden. Für Schmidt liegen der TSG Thannhausen offizielle Anfragen der Jugendinternate von Borussia Dortmund und Borussia Mönchengladbach, sowie - sogar noch intensiver - von Bayern München und 1860 München, 1. FC Nürnberg und VfB Stuttgart vor.


Quelle: Mittelschwäbische Nachrichten Wilfried Läbe




Bericht Insolvenz SpVgg Bayreuth | Bericht Marc Hämmerle