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BERICHT HALBZEIT IN BAYERNLIGA |
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Halbzeit in der Fußball-Bayernliga: Auch wenn die TSG Thannhausen mit einem Spiel in Verzug ist (das Nachholspiel gegen die SpVgg Ansbach findet erst am 6. Dezember statt) und im besten Falle 23 statt bisher 20 Punkte auf dem Konto haben könnte - Abteilungsleiter Alexander Graf von Schönborn ist mit dem bisherigen Abschneiden der TSG in ihrer zweiten Saison in der höchsten bayerischen Etage alles andere als zufrieden. Der 67-Jährige bemängelt vor allem, dass „einige Akteure, und damit meine ich nicht nur Neuzugänge sondern auch Etablierte, nicht die Leistung abgerufen haben, die sie abrufen könnten“.
Dass bei der TSG Thannhausen heuer mehrere Nachwuchsspieler zum Einsatz kamen, „die eben noch ihre Zeit brauchen“, lässt der Abteilungsleiter als Entschuldigung gelten. Verletzungspech habe der TSG ebenfalls mitgespielt. Immer wieder mussten Stammspieler ersetzt werden. Der Langzeitverletzte Mark Hugel fehlte der TSG laut Schönborn, „weitaus mehr als man zunächst angenommen hatte“. Mancher Akteur müsse sich jedoch hinterfragen, was er in dieser Saison für eine Leistung erbracht hat.
20 Punkte aktuell und sieben Punkte Sicherheitsabstand zum Relegationsplatz - da sieht der TSG-Abteilungschef noch keinen Grund zum Schwarzmalen. Aber er hat schon vor ein paar Wochen bei der Pressekonferenz betont, dass man den Anfängen wehren müsse. Das sieht unter anderem so aus, dass sich die Mindelstädter in der Winterpause um Verstärkungen umschauen werden.
Auf der Wunschliste an oberster Stelle steht ein Stürmer, denn „ein Srdan Stevanovic ist einfach zu wenig“. Der Abteilungsleiter wird in seiner Meinung durch den Blick in die Statistik bestätigt: Stevanovic hat bisher 15 Tore erzielt, mehr als die Hälfte aller TSG-Treffer (28). Hinter ihm tut sich eine große Lücke auf. Marc Hämmerle folgt als Nächster mit fünf Treffern. Dabei hatte die TSG Thannhausen das Glück, dass ihr Torjäger bisher von Verletzungspech verschont blieb. Schönborn: „Nicht auszudenken, wenn der mal für längere Zeit ausfallen würde.“ Die TSG war bekanntlich in der vergangenen Saison in der Person Bayram Sadrijaj (jetzt Borussia Dortmund) und Mijo Stijepic (FC Ismaning) mit zwei Top-Stürmern verwöhnt worden. Angesichts dessen wäre der Abteilungsleiter jetzt schon mit „ein oder zwei Akteuren zufrieden, die zur Saisonhalbzeit mit acht oder zehn Toren die Bezeichnung Stürmer verdienen“.
Ob die TSG Thannhausen in der Winterpause noch einen zweiten Neuzugang verpflichtet, steht noch in den Sternen, oder besser gesagt, entscheidet der Blick in den Geldbeutel. „Das ist alles eine Frage des Geldes. Unsere Finanzmittel sind nicht so üppig wie bei manch anderem Verein, als dass wir uns alles leisten könnten“ schränkt der 69-jährige fußballverrückte Graf ein.
Fakt ist für ihn jedoch zunächst, dass nach drei Niederlagen schnellstens wieder ein Erfolgserlebnis her muss, denn eine TSG im Abstiegsstrudel will er nicht erleben. Da passen ihm die jüngsten Ereignisse beim Spiel in Hof ganz und gar nicht ins Bild. Die Platzverweise für Kapitän Marian Dischl und Christian Streitel wegen Meckerns bzw. Schiedsrichterbeleidigung in den Schlussminuten seinen zwar überzogen gewesen, das Verhalten der beiden Betroffenen trotzdem „unverzeihlich“. Laut Graf von Schönborn werde das noch interne Konsequenzen (Geldstrafen) nach sich ziehen. „Bei der TSG“, so der 69-Jährige, „gelten klare Regeln.“
Kein Nachspiel hat das kleine Tief für Trainer Oliver Schmid. „Er genießt nach wie vor unser Vertrauen“, bestätigt der Abteilungschef. Dennoch erhebt sich die Frage, ob Schmid wohl auch nach dieser Saison (es ist die sechste) noch Trainer bei der TSG ist? Zwecks diesem Thema werde man sich erst im nächsten Jahr, jedoch auf alle Fälle rechtzeitig zusammensetzen und beraten, verrät Schönborn und fügt hinzu: „Irgendwann wird es auch bei uns einmal einen Trainerwechsel geben...“
Quelle: Mittelschwäbische Nachrichten
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Bericht Graf von Schönborn | Bericht Insolvenz SpVgg Bayreuth
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