|
|
|
 |
 |
 |
 |
BERICHT ENTSCHEIDUNGSSPIEL 2. MANNSCHAFT |
 |
|
|
Das nennt man "glückliches Händchen". In der 74. Minute nahm Trainer Rainer Amann von der TSG Thannhausen II Mittelfeldakteur Christian Streitel aus dem Spiel, obwohl der nicht schlecht gespielt hat, und brachte dafür mit Sebastian Hofmiller einen gelernten Stürmer. Und eben dieser Hofmiller schlug in der 87. Minute zu, schoss im Relegationsspiel gegen den Vizemeister der Bezirksliga Nord, TSV Wertingen, das "Goldene Tor" und sorgte dafür, dass alles beim Alten bleibt. Das heißt: die TSG II in der Bezirksoberliga und der TSV Wertingen in der Bezirksliga.
"Wenn man ins laufende Spiel reinkommt, wünscht man sich natürlich ein Tor. Als ich angespielt wurde, habe ich einfach abgezogen." So schilderte Sebastian Hofmiller nach dem Spiel die entscheidende Aktion nach Vorarbeit von Mesut Yildiz und Andreas Wild, als ob es ganz einfach wäre, Tore zu schießen. Mit seinem Treffer (Hofmiller: "Der Wichtigste in meiner bisherigen Laufbahn") hat er keineswegs den Spielverlauf auf den Kopf gestellt, sondern lediglich dafür gesorgt, dass die Angriffsbemühungen der TSG Thannhausen endlich mit einem Erfolg gekrönt wurden.
"In vielen Spielen in der vergangenen Punktrunde, in denen wir besser waren als der Gegner, sind wir leer ausgegangen. Heute war es endlich einmal anders", freute sich TSG-Trainer Amann nach dem entscheidenden Spiel. Und er sprach nicht zu unrecht von einem verdienten Sieg. Erstens hatten die Thannhauser einfach mehr vom Spiel und zweitens auch die Mehrzahl an klaren Chancen.
Allein in der ersten Halbzeit hätten die Mindelstädter dem Gegner die Tür zur Bezirksoberliga schon verbarrikadieren können. Während sich der Tatendrang des Wertinger Angriffs auf einen gefährlichen Distanzschuss des von Florian Fröhlich ansonsten gut behüteten Spielertrainers und Torjägers Oliver Remmert (14 Saisontore), beschränkte, war es bei den Thannhausern drei Mal Andreas Wild (5., 20. und 24. Minute), dem sich die Chance zum Führungstreffer bot. Die größte dieser drei Möglichkeiten leitete Florian Stapfer mit einer Flanke ein, doch Wild köpfte freistehend neben das Tor.
Auch nach dem Seitenwechsel setzten zunächst die Thannhauser die Akzente. Stapfer (49.) beförderte eine Hereingabe von Wild ebenso knapp übers Tor wie Dominic Böck (59.) aus 16 Metern. Der Thannhauser Angriffsschwung ebbte nach der Pause aber allmählich ab (Coach Amann: "Da mussten wir dem hohen Tempo der ersten Halbzeit Tribut zollen"), während die Wertinger endlich auf die Idee kamen, dass man, um in die Bezirksoberliga zu kommen, auch Tore schießen muss. Der gute Wille endete aber meist am Thannhauser Strafraum, in der von Peter Struck gut organisierten TSG-Abwehr oder in den Händen von Torhüter Markus Seitz. Letzterer musste nur einmal sein ganzes Können aufbieten, um einen gefährlichen Schuss von Andreas Sailer zu entschärfen.
Nach dem bereits erwähnten Siegtor durch Sebastian Hofmiller (87.) stand dann den Thannhausern noch Glücksgöttin Fortuna bei, von der sie sich während der Saison so oft verlassen glaubten. Ein Schuss von Andreas Sailer in der 89. Minute landete nämlich nur am Pfosten. Der seidene Faden, an dem der Thannhauser Sieg in der Schlussphase hing, der hielt und der Verbleib in der höchsten schwäbischen Liga war perfekt.
Quelle: Mittelschwäbische Nachrichten
|
Bericht C-Jugend schwäbische Hallenmeisterschaften | Bericht FC Gundelfingen
|
|