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BERICHT2 FC SCHROBENHAUSEN |
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"Das ist die größte Sensation der Vereinsgeschichte, ein Fußball-Wunder", jubelte Winfried Buchhart, Präsident des FC Schrobenhausen und seine Bezirksoberliga-Fußballer jubelten mit. Derweil schlichen die Bayernligaspieler der TSG Thannhausen mit enttäuschten Mienen in die Kabinen. Begleitet von ihrem Trainer Oliver Schmid, für den nach dem Aus im Halbfinale des Toto-Pokals auf Bezirksebene (7:8 nach Elfmeterschießen) so etwas wie eine Welt zusammengebrochen ist. "Das war ein ganz, ganz bitterer Moment, das tat weh", sagte der TSG-Coach, der auch einen Tag danach noch nicht ganz begreifen konnte, wie das passieren konnte.
Auch Abteilungsleiter Alexander Graf von Schönborn hatte sich gestern noch nicht beruhigt. "Peinlich, peinlich, peinlich" kommentierte er das "blamable Ausscheiden, das mit nichts zu entschuldigen ist".
Mit der Empfehlung von drei Siegen in Folge in der Bayernliga waren die Thannhauser nach Schrobenhausen gereist. Die Bewältigung der letzten Hürde vor dem Bezirksfinale schien nur Formsache zu sein.
Doch gleich bei der Ankunft der erste Dämpfer: Der sich - laut Schmid und Schönborn - in tadellosem Zustand befindende Hauptplatz war gesperrt, dafür der Nebenplatz aufgesät. Das hat sich scheinbar bei einigen Spielern bereits wie eine Motivationsbremse ausgewirkt. "Ein so kleiner Platz liegt uns einfach nicht, viele meiner Spieler haben schlichtweg nicht ins Spiel gefunden. Aber der Gastgeber hat halt alle Mittel ausgeschöpft, um uns schlagen zu können", klagte der TSG-Trainer, um dann aber klar herauszustellen: "Der kleine Platz darf nicht als Entschuldigung für das Ausscheiden gelten." Der Abteilungschef bekräftigte diese Aussage: "Mit dem kleinen Platz darf sich keiner raus reden."
Was war es dann? "Vielleicht haben wir vergessen, dass man bei solchen Gegebenheiten mehr kämpfen und weniger Schönspielen muss", betrieb Schmid Ursachenforschung, in die er auch die mangelnde Chancenauswertung ("Wir hätten schon frühzeitig alles klar machen können") einbezog. Jedenfalls habe seine Mannschaft keine Mittel gefunden, sich so durchzusetzen, wie es bei zwei Klassen Unterschied eigentlich zu erwarten gewesen wäre. "Reingehen und kämpfen, wie es der Gegner getan hat und nicht glauben, man könnte die Angelegenheit im Vorbeigehen lösen", so hätte sich Abteilungsleiter von Schönborn das vorgestellt, wenn schon spielerisch auf dem kleinen Platz nichts möglich war.
Dass Schmid sehr viel am Einzug ins schwäbische Pokal-Finale und danach am Wettbewerb auf bayerischer Ebene gelegen gewesen wäre, hatte er schon Wochen vor der Fahrt nach Schrobenhausen betont. Er nahm auch seinen kompletten Kader mit. "Wir wollten heuer im Pokal wieder etwas reißen. Da wäre mir sogar lieber gewesen, wir hätten am Samstag das Bayernliga-Spiel in Ismaning verloren und stattdessen in Schrobenhausen gewonnen."
Der Abteilungsleiter hatte der Mannschaft einen ähnlichen Weg wie vor zwei Jahren zugetraut und ärgert sich nun vor allem deshalb über den Pokal-Rauswurf, weil der TSG Thanhausen dadurch viel Geld durch die Lappen geht. "Wir strampeln uns ab um jeden Euro und um jeden Sponsor - und die Mannschaft geht dann so fahrlässig mit dem Geld um", zog von Schönborn gestern vom Leder und kündigte "interne Konsequenzen" an.
Aber das Rad lässt sich nun mal nicht mehr zurück drehen. Es bleiben nur noch die Erinnerungen an glanzvolle Pokalvorstellungen wie im Jahr 2006, als der damalige Landesligist TSG Thannhausen auf Bezirksebene mit dem TSV Aindling (5:4 nach Elfmeterschießen im Halbfinale) und dem FC Memmingen (4:2 im Finale) zwei Bayernligisten aus dem Wettbewerb warf, um dann auf bayerischer Ebene den Triumphzug fortzusetzen. Mit Siegen über Landesligist SpVgg Weiden (4.3 n.E.), Regionalliga-Aufsteiger FC Ingolstadt (6:5 n.E.) sowie Bayernligist SpVgg Bayreuth (2:1) gewann Thannhausen den bayerischen Toto-Pokal und zog in die DFB-Pokal-Hauptrunde ein.
Damals war vom "Wunder von Thannhausen" die Rede. Jetzt erlebten die die Mindelstädter wiederum ein Wunder, das "Blaue Wunder von Schrobenhausen".
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Bericht Vorrunde Kreismeisterschaft | Bilder Kevin Volland
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