Ein Kader von 16 Fußballern reicht trotz aller Aufstiegs-Euphorie nicht für ein komplettes Spieljahr in der Bayernliga: Diese Erkenntnis formulierten die Verantwortlichen der TSG Thannhausen um Abteilungsleiter Alexander Graf von Schönborn nach der jüngsten Nullnummer gegen Kempten erstmals (zumindest sinngemäß) auch öffentlich. Nach dem überraschenden Abschied von Peter Jakob zum TSV Ziemetshausen hat sich die Auswahl für Trainer Oliver Schmid noch einmal reduziert.
Höchste Zeit also, zu handeln. Und die Reaktion auf die jüngsten Entwicklungen kommt schnell: Gestern hat die TSG nach einer Reihe intensiver Gespräche Christian Dausel verpflichtet. Unterschrieben war bis zum Abend zwar noch nichts, aber der 22-Jährige gab immerhin eine feste Zusage.
Er ist im defensiven Mittelfeld eingeplant. Ich denke, er wird eine echte Verstärkung für uns sein, hält Schmid große Stücke auf seinen neuen Fußballer.
In der vergangenen Spielzeit machte Dausel im Trikot des SV Waldhof Mannheim 26 Partien in der Oberliga Baden-Württemberg. Vor einigen Tagen wurde sein noch fortlaufender Vertrag mit den Blau-Schwarzen auf seinen Wunsch gelöst. Allerdings nicht bedingungslos: Eigentlich wollte der Fußballer ja deutlich höher hinaus, aufgrund einiger Klauseln allerdings durfte er nur auf Oberliga-Niveau (und nicht innerhalb von Baden-Württemberg) wechseln.
Genau das könnte sich nun zum Glücksfall für die TSG entwickeln - hofft zumindest Schönborn. Die Regionalliga hat er mit Sicherheit im Kreuz, formuliert der Spartenchef mit einem Blick auf seinen neuen Defensiv-Spezialisten. Und er fügt hinzu: Wir hoffen natürlich, dass uns Dausel ein gutes Stück weiter hilft und dass er die Lücke, die Peter Jakob hinterlassen hat, füllt.
Dausel bindet sich vorerst für die laufende Runde an den schwäbischen Bayernliga-Aufsteiger.
Der Nürnberger spielte vor seiner Zeit bei den Waldhof-Buben für seinen Heimatverein TSV Johannis 83 sowie bei der zweiten Mannschaft des Club. Dausel wird eine Arbeitsstelle beim TSG-Hauptsponsor erhalten.