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INTERVIEW MIT RAINER AMANN
 

MN: So kurz vor dem Beginn des Abenteuers BOL. Überwiegt bei Ihrer Mannschaft die Anspannung oder die Vorfreude?

Amann: Es überwiegt bei uns allen ganz klar die Vorfreude. Allerdings ist jetzt so kurz vor dem Start auch eine gewisse Anspannung nicht zu leugnen. Das ist aber normal, denn die BOL ist für die meisten meiner Spieler Neuland und zudem wissen wir nach einer Vobereitung mit Höhen und Tiefen nicht, wo wir derzeit stehen.

MN: Welche Veränderungen hat es in ihrem Kader gegeben?

Amann: Zwei Abgängen stehen insgesamt neun Neuzugänge gegenüber. Somit hat sich der Kader deutlich vergrößert, was auch notwendig war. Besonders freut mich in diesem Zusammenhang, dass sich unter den Neuzugängen gleich sieben Spieler befinden, die aus unserer A-Jugend kommen. Daher haben wir auch trotz des Aufstiegs darauf verzichtet, groß Spieler von anderen Vereinen zu holen. Mit Michael Oberhoffner, der sich aber in der Vorbereitung leider verletzt hat und Dominic Böck sind nur zwei Neue von Außen zu uns gestoßen, die es in dieser Liga versuchen möchten und menschlich hervorragend ins Team passen.

MN: Werden Sie in der neuen Liga ihr Spielsystem oder ihre taktische Ausrichtung ändern?

Amann: Wir werden unser System nicht verändern und weiter ein klassisches 3-5-2 spielen. Ändern wird sich allerdings unsere taktische Ausrichtung. Mehr kontrollierte Offensive und weniger Hurrafußball heisst die Devise.

MN: Manche Stimmen sagen, dass die BOL für die zweite Mannschaft eines Vereins wie der TSG Thannhausen eine Nummer zu groß sei?

Amann: Zunächst einmal bin ich der Meinung, dass der, der es sportlich geschafft hat, sich zu qualifizieren, auch zurecht dort spielt. Aber die BOL ist natürlich eine Riesenherausforderung für uns. Doch gerade, wenn die TSG sich längerfristig in der Bayernliga etablieren möchte, ist eine starker Unterbau wichtig. In dieser Hinsicht bietet die BOL optimale Voraussetzungen.

MN: Wie groß sind ihrer Ansicht nach die Chancen, das Saisonziel Klassenerhalt zu verwirklichen?

Amann: Wir sind keine Träumer und wissen, dass es nicht leicht wird, die Liga zu halten. Wenn wir uns aber wie in den letzten Jahren wieder als homogene Einheit präsentieren und vom Verletzungspech verschont bleiben, ist es auf alle Fälle möglich, drin zu bleiben.

MN: Ein Wort noch zum Auftaktderby in Bubesheim.

Amann: Als Aufsteiger wünscht man sich eigentlich so ein Derby zum Start. Allerdings hätten wir lieber zuhause gespielt. Schade ist natürlich, dass die Bubesheimer, wenn sie schon Heimrecht haben, nicht bereit waren, dem Bayernliga-Heimspiel unserer ersten Mannschaft zeitlich aus dem Weg zu gehen, denn ich weiss, dass sich viele TSG-Fans dieses Spiel gerne angeschaut hätten. Der SC Bubesheim verfügt über eine gefestigte Bezirksoberligamannschaft und ist daher in dieser Partie klarer Favorit. Aber wir möchten den Favoriten natürlich ärgern.