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INTERVIEW MIT BAYRAM SADRIJAJ |
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Frage: Die Diagnose war wohl ein kleiner Schock für sie?
Sadrijaj: Das kann man wohl sagen. Es ist die erste schwere Verletzung in meiner Laufbahn. Zunächst hatte ich gehofft, dass ich gut davon kommen werde, doch das Ergebnis der Kernspin-Tomographie war eindeutig: Riss des vorderen Kreuzbandes und leichter Meniskus-Anriss.
Frage: Die Aktion, die zur Verletzung geführt hat, musste man als Außenstehender eher als harmlos einstufen. Wie war dies aus Sicht des Betroffenen?
Sadrijaj: Ich wollte an meinem Gegenspieler vorbei, kam dann in Schräglage mit dem Knie und schon hat es geknackst. Meinen Gegenspieler trifft keine Schuld.
Frage: Wie geht es jetzt weiter, welche Maßnahmen werden ergriffen?
Sadrijaj: Nachdem die Schwellung weitgehend abgeklungen ist, kann ich nun am 15. Februar in München-Gräfelfing in der Müller-Wohlfahrt-Klinik operiert werden. Da werden Teile einer Sehne von der Rückseite des Oberschenkels entnommen und im geschädigten Bereich eingesetzt. Es ist dies laut Aussage der Ärzte eine der neuesten Methoden und das eingesetzte "Kreuzband" soll danach stabiler sein als das Original.
Frage: Wann wird man Bayram Sadrijaj wieder Fußballspielen sehen?
Sadrijaj: In dieser Saison wird das wohl nicht mehr der Fall sein, da müsste schon ein kleines Wunder geschehen. Ich weiß, dass ich jetzt Geduld aufbringen muss und es wird auch weh tun, wenn ich zum Zuschauen verurteilt bin. Aber es bringt andererseits auch nichts, wenn man zu früh mit der Belastung beginnt und man dadurch eventuell neue Probleme bekommt.
Frage: Sie haben bisher eine hervorragende Saison gespielt und dadurch auch Interesse bei höherklassigeren Vereinen geweckt. Wie wirkt sich die Verletzung auf ihre Zukunftspläne aus?
Sadrijaj: Die Spekulationen um einen möglichen Wechsel lasse ich einmal ganz beiseite. Denn das allerwichtigste ist jetzt, dass ich zum Beginn der neuen Saison wieder richtig fit bin. Ich selbst werde jedenfalls alles daransetzen, wieder der Alte zu werden.
Frage: Und schafft die TSG Thannhausen auch ohne ihren Torjäger den angestrebten Aufstieg?
Sadrijaj: Ich traue der Mannschaft zu, dass sie Platz zwei und die Aufstiegsspiele erreicht. Sie ist stark genug. Mit etwas Glück ist sogar der Meistertitel drin. Voraussetzung ist allerdings, dass sie von weiteren größeren Verletzungssorgen verschon bleibt.
Quelle: Mittelschwäbische Nachrichten (Interviewer Alois Thoma)
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