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INNENSTADT WIRD ZUR FANMEILE
 

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Ein außergewöhnliches Ereignis braucht eine außergewöhnliche Feier. Der südliche Teil von Thannhausens Bahnhofstraße gehörte am Samstag den Fans der TSG und allen Bürgern, die den Aufstieg der ersten Mannschaft in die Fußball-Bayernliga und den Aufstieg der Zweiten in die Bezirksoberliga feiern wollten. Politiker und Vereinsführung ehrten die Spieler für ihre sensationellen Leistungen.

Die TSG ist bekannt für ihre treuen Fans. Regelmäßig übertrifft der "12. Mann" aus Thannhausen bei Turnieren oder Entscheidungsspielen die Fan-Blocks der Konkurrenz an Zahl und Lautstärke. Am Samstag gehörte die Bahnhofstraße aber nicht nur den Fans. Auch die Bürger, die sonst den Fußball nur am Rande verfolgen, feierten, sangen und skandierten ausgelassen, um das große Ereignis gebührend zu begehen. Annähernd 1000 Partygäste kamen.

Fußball-Abteilungsleiter Alexander Graf von Schönborn holte alle Spieler auf die Bühne, stellte sie und ihre jeweiligen besonderen Fähigkeiten sowie ihren Beitrag zum Aufstieg dar. "Wir wollen mit beiden Mannschaften die Klasse halten", versprach der Graf. Die Chance der Thannhauser für die Zukunft liegt seiner Ansicht nach im Erfolgsrezept der Vergangenheit: Teamgeist. Trainer Oliver Schmid, Betreuer Michael Wassermann, die Gesundheits-Abteilung und das Fußball-Urgestein Walter Schmid bezog Graf Schönborn in die Ehrung ein.

Eine besonders gute Nachricht hatte der Abteilungsleiter für die Fans parat: Vermutlich wird die TSG nicht, wie befürchtet, praktisch eine komplette Saison nach Kemnat ausweichen müssen. Die benötigte Zeit für die dringend erforderliche Generalüberholung des Spielfeldes im Stadion dürfte sich nämlich erheblich verkürzen: Norbert Wehn, Verwalter der Dr. Georg und Lu Zimmermann-Stiftung, hat sich bereit erklärt, einen rund 70 000 Euro teuren Rollrasen zu zwei Dritteln aus den Stiftungsgeldern zu bezahlen. Falls alles zügig klappt, kann die TSG schon kurz nach Saisonbeginn wieder im eigenen Stadion auflaufen.
TSG-Vorsitzender Gerd Olbrich nannte den Abteilungsleiter einen "Fußball-Verrückten". Er habe es geschafft, die Grenzen dessen, was normalerweise für eine Fußball-Mannschaft aus Thannhausen möglich ist, weit zu verrücken. Die zweite Mannschaft spiele nun in einer Klasse, von der andere Landkreis-Vereine für ihre Erste nur träumen.

Landrat Hubert Hafner war von einem Tagesausflug der Landkreis-Bürgermeister direkt zur Feier gekommen und sagte: "Der Fußball-Gott muss ein Thannhauser sein."

Bürgermeister Johannes Schropp lobte den Teamgeist der TSG-Spieler und hatte als Geschenk weiße Handtücher mit Wappen und Emblem der Stadt mitgebracht.

Bis spät in die Nacht dauerte die Feier, angeheizt durch die Band Daddy's Finest. Übrigens: Schropp verlängerte spontan die vorab festgesetzte Schlusszeit, sodass die Musik noch ein Weilchen länger spielte als geplant.

Quelle: Mittelschwäbische Nachrichten




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