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BERICHT UNTERNEHMEN AUFSTIEG |
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Der Abteilungsleiter gibt den Steilpass
Drei Tage vor der Fortsetzung der Punktspiele in der Fußball-Landesliga Süd gibt Alexander Graf von Schönborn, seit sieben Jahren Fußball-Abteilungsleiter bei der TSG Thannhausen, schon mal den Steilpass: "Der Aufstieg in die Bayernliga ist für uns kein Muss, aber es wäre an der Zeit, weil wir die Leistungen der vergangenen Saison, wo wir Vizemeister geworden sind, bestätigt haben."
Von Schönborn will mit seiner Offensive die Thannhauser Landesligafußballer keineswegs unter Druck setzen. Er sieht die Sache nur realistisch: Auf Platz zwei hat die TSG überwintert, vier Punkte hinter Spitzenreiter FC Kempten, punktgleich mit dem Tabellendritten TSV Rain/Lech und mit zwei Punkten Vorsprung auf den Viertplatzierten FC Ingolstadt 04 II. "Vorerst wollen wir das sichern was wir haben", steckte der 65-jährige Abteilungsleiter im Gespräch mit unserer Zeitung das erste Etappenziel nach der Winterpause ab.
Keinesfalls in die Kategorie "übertriebener Optimismus" einordnen lässt er seine weiteren Vorstellungen: Aufstieg in die Bayernliga. "Die Chancen waren noch nie so gut", verweist der TSG-Abteilungsleiter auf die Aufstiegsregelung, der zufolge der Vizemeister heuer auf dem Weg in die höhere Liga nur ein Qualifikationsspiel bestreiten muss. Wenn es - wie in der vergangenen Saison - wieder nicht klappen sollte (die TSG scheiterte bereits im ersten Entscheidungsspiel mit 0:4 an Eintracht Bamberg), dann könne man wenigstens sagen, wiederum alles versucht zu haben. In der Situation, in der sich die TSG befindet, müsse man ganz einfach solche Ziele setzen. Schönborn: "Da befriedigt es keinen, Platz fünf oder sechs auszugeben. Schließlich wurde auch etwas in die Mannschaft investiert."
Diesbezüglich weiß der "fußballverrückte Graf" natürlich selbst am besten Bescheid. Schließlich hat er schnell gehandelt, als der erste Schock nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Torjäger Bayram Sadrijaj (Kreuzbandriss bei der Bayerischen Hallenmeisterschaft) verdaut war. Mit dem beim Zweitbundesligisten TuS Koblenz ausgemusterten Stürmer Joseph Olumide hat die TSG umgehend Ersatz für Sadrijaj beschafft. Und wiederum scheinen die Mindelstädter mit der Verpflichtung eines Stürmers ein glückliches Händchen gehabt zu haben. Der 19-jährige Nigerianer hat jüngst beim 5:2-Sieg im Testspiel gegen den Bezirksoberligafünften SpVgg Kaufbeuren zwei Tore selbst erzielt und zwei weitere vorbereitet. "Da kann man nicht meckern", darf sich Graf Schönborn angesichts der Neuverpflichtung auf die eigene Schulter klopfen. Olumide, so der Abteilungschef, habe sich nach anfänglichen Eingewöhnungsschwierigkeiten sehr gut entwickelt, besteche durch seine Schnelligkeit und technischen Fähigkeiten und harmoniere sehr gut mit Sturmspitze Mijo Stijepic.
Das schürt beim "Fußball-Grafen" natürlich die Hoffnung, dass die TSG-Tormaschine (mit 46 Treffern die produktivste der Landesliga) auch nach der Winterpause schnell auf Touren kommt und die Saison mit dem Aufstieg einen krönenden Abschluss findet. Ob nun auf direktem Weg (Schönborn: "Vier Punkte auf Spitzenreiter Kempten sind kein Unding") oder über die Relegation, das wäre ihm letztlich egal. Bayernligatauglich hält er die TSG Thannhausen so oder so. Mannschaftliche Geschlossenheit, Zusammenhalt, menschliches Klima und einige Einzelspieler, die weit über das Mittelmaß der Landesliga hinausragen - angesichts dieser Referenzen wäre ihm eine Klasse höher nicht bange. Schönborn: "Wir könnten mit dieser Mannschaft sicherlich in der Bayernliga überleben. Nur, es ist halt sehr schwer, erst mal da rein zu kommen." Die Tagesfahrten zu den Auswärtsspielen würde er gerne in Kauf nehmen für die höchste bayerische Spielklasse. Eine Liga mit neuen Vereinen und neuen Reizen, sowohl für die Spieler als auch die Zuschauer und die Werbepartner.
Zur ersten Standortbestimmung nach der Winterpause kommt es am Samstag (15 Uhr) im Heimspiel im Mindelstadion gegen den FC Augsburg II (6.).
Quelle: Mittelschwäbische Nachrichten
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