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TSG hat ihr Zuhause herausgeputzt

Vor zwei Jahren hat die TSG Thannhausen vor dem Pokalspiel gegen den FC Memmingen das grundlegend renovierte Untergeschoss ihres Sportheimes (Umkleidekabinen, sanitäre Anlagen) eingeweiht. Am Samstag wurden nun - ebenfalls vor dem Spiel gegen Memmingen - die obere Etage mit der grundlegend renovierten Stadiongaststätte und die "Oberschicht" des Fußballplatzes (neuer Rasen) samt Unterbau (Drainage und automatische Beregnungsanlage) mit geweihtem Wasser besprengt.

Im Rahmen eines kleinen Festaktes unterstrich Vorsitzender Gerd Olbrich, dass bei der TSG in letzter Zeit nicht nur sportlich sondern auch baulich Hochkonjunktur herrschte. Neben den Maßnahmen im Sportheim und auf dem Spielfeld wurden auch noch zwei neue Kassenhäuschen angeschafft und auf der Gegengerade eine rund 300 Zuschauer fassende Tribüne erstellt, auf der sich auch der in der Bayernliga geforderte "ausgewiesene Gästeblock" befindet.

Von den vielen Personen, die an der Verwirklichung der Maßnahmen mitgewirkt haben, nannte Olbrich namentlich Sportreferent und Ehrenmitglied Erwin Deubler ("Nicht nur ein Mann der Worte sondern auch der Taten"), Plätzebeauftragten Erhard Schindler ("Er leistet unersetzbare Dienste") und Gerhard Joas, der für die Zusatzbauten zuständig war. Der Dank des TSG-Vorsitzenden galt auch dem Stadtbaumeister, dem städtischen Bauhof, dem Stadtrat und vor allem dem Förderer, Gönner, treuen TSG-Fan und Bürgermeister Johannes Schropp sowie Norbert Wehn, Vorstand der Dr. Georg und Lu Zimmermann-Stiftung. Schropp erhielt die höchste Auszeichnung der TSG Thannhausen (Goldene Ehrennadel), Wehn wurde der Status "Ehrengast der TSG auf Lebenszeit" verliehen. Letzterer hatte als Vorsitzender der Zimmermann-Stiftung den finanziellen Boden für die Verlegung des 75 000 Euro teuren Rollrasens bereitet. Und das war, wie er den Gästen der Einweihungsfeier mitteile, eine "Blitzaktion". Kaum hatte er erfahren, dass die TSG Thannhausen als Bayernliga-Aufsteiger wegen Platzsanierung ihre Heimspiele wohl oder übel für ein Jahr nicht mehr im Mindelstadion austragen kann, handelte er umgehend.

Die Alternative, dass durch den Einbau eines Rollrasens die Zeit der Auswärtsspiele drastisch reduziert werden könne, wandelte Wehn in eine "Steilvorlage" um. Jene 50 000 Euro, die in den nächsten zwei Jahren als Erträge aus der Stiftung an die Stadt Thannhausen gehen, bestimmte Wehn (dazu ist er laut Satzung als Stiftungsvorstand berechtigt) für den Kauf eines Rollrasens, sofern die Stadt den Restbetrag übernimmt. Der Pass kam an und das Mindelstadion ist nun knapp zwei Monate nach Beginn der Maßnahmen bereits wieder bespielbar.

Über die gelungenen Maßnahmen erbaten der katholische Pfarrer Hermann Dischberger und sein evangelischer Kollege Norbert Riemer den göttlichen Segen. Der Wunsch der Geistlichen, dass sich dieser in spielerischem Erfolg niederschlagen möge, ging an diesem Tag allerdings nicht ganz in Erfüllung.


Quelle: Mittelschwäbische Nachrichten




Bericht Markus Deibler | Bericht Schwäbische Endrunde Augsburg