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BERICHT AUFSTIEG GEGEN HAIBACH
 

Marian Dischl öffnete mit seinem Treffer in der 10. Minute für die TSG Thannhausen die Tür zur Bayernliga einen Spalt, Stefan Selig (43.) stieß sie ganz weit auf und spätestens als Mijo Stijepic in der 84. Minute den dritten Thannhauser Treffer erzielt hatte, gab es keinen Zweifel mehr daran, dass die Mindelstädter in der nächsten Saison in der Bayernliga um Punkte spielen werden. Mit dem 3:0-Sieg im Entscheidungsspiel im Ansbacher Sportpark gegen den SV Alemannia Haibach haben die Mindelstädter nicht nur für einen weiteren Höhepunkt in der Vereinsgeschichte sondern auch für ein Novum gesorgt: Noch nie zuvor hat eine Männermannschaft aus dem Landkreis Günzburg den Sprung in die höchste bayerische Fußball-Liga geschafft.

Schwäbischer und bayerischer Pokalsieger, Einzug in die DFB-Pokal-Hauptrunde mit dem Spiel vor 11000 Zuschauern gegen den Bundesligisten Borussia Dortmund - die Landesliga-Fußballer der TSG Thannhausen haben in den letzten 13 Monaten für einen Höhepunkt nach dem anderen gesorgt. Vor fast genau einem Jahr wurde die Euphorie allerdings dann durch die 0:4-Niederlage im ersten Aufstiegsspiel gegen den FC Eintracht Bamberg jäh gedämpft. Schon nach wenigen Minuten war damals nach einem 0:3-Rückstand der Traum vom Aufstieg ausgeträumt. Doch heuer ließen sich die Thannhauser die Butter nicht vom Brot nehmen. Von Beginn an nicht nur körperlich sondern auch geistig voll auf dem Platz, ließen sie sich diesmal nicht überfahren. Der Vizemeister der Landesliga Süd zeigte dem Nord-Zweiten von der ersten Minute an, wo es lang geht, machte das Spiel und drängte den nervösen Gegner in die Defensive. Noch bevor aus den Gewitterwolken über Ansbach der erste Donner grollte, da schlug es auch schon ein im Haibacher Gehäuse. Marc Hämmerle (10. Minute) trat einen Eckball nach innen und der aufgerückte Abwehrchef Marian Dischl drückte den Ball über die Linie. Auch der zweite Thannhauser Treffer zwei Minuten vor der Halbzeit war nach dem gleichen Muster gestrickt: Eckball Hämmerle - Kopfball Stefan Selig - Tooooor!

Während sich die Thannhauser jubelnd in die Arme fielen, war Haibachs Trainer Joachim Hufgard wie versteinert. "Gerade diese Standardsituationen hatten wir ganz genau abgesprochen. Jeder wusste eigentlich, was er zu tun hatte", meinte er nach dem Spiel. Genauso ärgerte er sich darüber, dass der SV Haibach in seiner stärksten Phase zwischen der 20. und 40. Minute keinen Torerfolg verzeichnete. Chancen hierzu gab zwei ganz dicke durch Daniel Krebs. Einmal strich seine Direktabnahme knapp am Tor vorbei, dann konnte er einen Kopfball völlig unbedrängt nicht im Thannhauser Gehäuse unterbringen.

Dass in der ersten Halbzeit (und auch nach dem Seitenwechsel) vom ehemaligen Zweitbundesligaspieler der Haibacher, Günther Maier, mit Ausnahme eines gefährlichen Freistoßes (28.) nichts zu sehen war, lag in erster Linie an Stefan Mittelbach, der den SV-Torjäger (31 Saisontreffer) abmeldete, was auch Auswirkungen auf das ganze Spiel der Haibacher hatte. Zwar zwang Torsten Zech (73.) mit seinem Gewaltschuss aus 14 Metern TSG-Keeper Sebastian Steidle zu einer Glanzparade, doch die Thannhauser hatten längst gemerkt, dass dieser Gegner zu schlagen war, ohne dass sie selbst über sich hinaus wachsen mussten. Zu weiteren Chancen durch Christian Streitel (knapp am langen Eck vorbei), Mittelbach (Kopfball nach Ecke Hämmerle) und Franz Stroh (allein vor Torwart Florian Kreusser) reichte es dennoch. Was sie nicht schafften, das schaffte der für den angeschlagenen Joseph Olumide eingewechselte Mijo Stijepic sechs Minuten vor dem Schlusspfiff des sehr sicher leitenden Schiedsrichters Markus Pflaum. Der TSG-Angreifer tanzte seinen Gegenspieler aus und schlenzte das Leder geschickt ins Netz. Jetzt hieß es nicht mehr "Bayernliga wir kommen!" sondern "Bayernliga wir sind da!". Und der Doppel-Aufstieg war perfekt, denn bereits am Dienstag hatte die "Zweite" der TSG Thannhausen den Sprung in die Bezirksoberliga geschafft.

Quelle: Mittelschwäbische Nachrichten




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