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ABGÄNGE ZUR WINTERPAUSE
 

Der Ball ruht seit ein paar Tagen beim Fußball-Bayernligisten TSG Thannhausen, doch das Personalkarussell dreht sich. Mit Manuel Degendorfer vom FC Königsbrunn haben sich die Mindelstädter einen Mann fürs linke Mittelfeld geholt, mit Christian Dausel (Ziel unbekannt) dagegen einen Mittelfeldakteur verloren. Aber auch der Wechsel von Joseph Olumide zum Regionalligisten Hamburger SV II noch vor Weihnachten ist nicht mehr auszuschließen.

Mit Olumide würden die Mindelstädter eine ihrer wertvollsten "Perlen" verlieren. Mit acht Treffern führt der 20-jährige Nigerianer die vereinsinterne Torschützenliste des Aufsteigers an. TSG-Abteilungsleiter Alexander Graf von Schönborn schließt einen Wechsel Olumides noch vor Weihnachten zur "U23" des Hamburger SV nicht mehr aus. Spielerberater Mauricio Gaudino hat mit ihm bereits Kontakt aufgenommen und eine schriftliche Vereinbarung unterbreitet. "Wenn die finanziellen und sonstigen Abmachungen erfüllt sind, dann kann Olumide wechseln", kündigt von Schönborn an. "Man sieht, dass Thannhausen durchaus ein Sprungbrett für höhere Aufgaben sein kann", fügt TSG-Trainer Oliver Schmid hinzu.

Der Vertrag ist zwar noch nicht aufgelöst, aber Christian Dausel wird wohl nicht mehr das Trikot der TSG Thannhausen überstreifen. "Es gilt als sicher, dass er geht", bestätigte Stellvertretender Abteilungsleiter Klaus Richter gestern auf Anfrage unserer Zeitung. Für Dausel (er kam in der Sommerpause vom Württembergischen Oberligisten SV Waldhof Mannheim) sei die TSG ohnehin nur eine Notlösung gewesen. "Dausel hat andere Vorstellungen, er will Profi werden", erklärt Richter die Situation und bezeichnet die Auflösung des Einjahresvertrages als "für beide Seiten wohl die beste Lösung". Die Chemie habe auf menschlicher Ebene nicht so richtig gepasst und auch sportlich habe Dausel in den 788 Minuten, die er für die TSG auf dem Spielfeld war, die Erwartungen nicht ganz erfüllen können.

Vom Typ ähnlich gelagert ist laut Abteilungsleiter Richter Tobias Bugl. Dessen Wechsel sei noch in der Schwebe, aber man würde auch ihn ziehen lassen. Auf rund ein Dutzend Einsätze brachte es Bugl in den 20 Bayernligaspielen der TSG, die meisten waren aber nur von kurzer Dauer. 673 Minuten war er laut TSG-Statistik "aktiv dabei", ein Torerfolg blieb ihm - wie übrigens auch Dausel - versagt. Der 21-Jährige kam im Sommer sozusagen als "Schieferle-Ersatz" von den Amateuren des 1. FC Nürnberg zum Bayernliga-Aufsteiger, der ihm eine Zivildienst-Stelle in der Reha-Klinik in Ichenhausen besorgt hatte.

Mehr in der zweiten als in der ersten Mannschaft zuhause war Neuzugang Johannes Nusur. Der 21-Jährige, der im Sommer von FV Illertissen an die Mindel kam, wird die TSG voraussichtlich ebenfalls verlassen. Das letzte Wort ist aber noch nicht gesprochen.

Sollte die TSG so zur Ader gelassen werden, "dann müssen wir in der Winterpause nachfassen", kündigt Abteilungsleiter Schönborn an. Eine Neuverpflichtung ist bereits perfekt. Vom FC Königsbrunn kommt Manuel Degendorfer. Der 23-Jährige war Stammspieler beim Landesligisten und kann im Mittelfeld alle Positionen spielen. "Er ist universell einsetzbar", verteilt Trainer Oliver Schmid Vorschusslorbeeren an den Neuzugang, den er schon länger im Visier und unter Beobachtung hat. In der letzten Saison zum Beispiel ist Degendorfer positiv in Erscheinung getreten, als er im Landesliga-Duell gegen die TSG deren Torjäger Bayram Sadrijaj hervorragend in Schach hielt.


Quelle: Mittelschwäbische Nachrichten




2. Vorbericht Sansibar | Abteilungsversammlung 2007