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VORBERICHT BAYERISCHE HALLENMEISTERSCHAFT
 

Locker und konzentriert in die Bayerische Meisterschaft

Der Titelgewinn bei den Schwäbischen Hallenmeisterschaften vor zwei Wochen in der Augsburger Sporthalle beschert der TSG Thannhausen zum Abschluss einer grandiosen Hallensaison noch einmal ein absolutes Highlight. Am Samstag (ab 10.30 Uhr) spielen die Thannhauser im niederbayerischen Essenbach mit den anderen sechs Bezirksmeistern und der Mannschaft des Gastgebers den Bayerischen Hallenmeister und Gewinner des Oddset-Cups 2006 aus.

Nach einem 5:4-Finalsieg gegen den Bayernligisten TSV Aindling feierte die TSG Thannhausen vor zwei Wochen zum zweiten Mal in ihrer Vereinsgeschichte den Schwäbischen Hallenmeister-Titel. Dieser Erfolg bedeutete zugleich die Qualifikation für die Bayerische Meisterschaft und somit darf die TSG nach den Titelkämpfen 2004 in Aschaffenburg morgen in Essenbach zum zweiten Mal bei dieser bedeutendsten Veranstaltung im bayerischen Hallenfußball starten.

Entsprechend groß ist die Vorfreude im Verein, zumal der Hallenfußball bei den Mindelstädtern schon seit geraumer Zeit einen hohen Stellenwert genießt. In diesem Winter hat die Mannschaft von Trainer Oliver Schmid eine überragende Saison absolviert. Bei fünf Turnieren ist sie an den Start gegangen und fünfmal konnte sie als Sieger die Halle verlassen.
Angesichts dieser Referenzen darf man der TSG auch bei der bayerischen Meisterschaft eine gute Rolle zutrauen. Darauf hofft auch Schmid. Unter Druck setzt er seine Spieler deswegen aber nicht. "Am wichtigsten ist, dass wir den vielen Fans, die uns nach Essenbach begleiten werden, noch einmal attraktiven Hallenfußball bieten. Wenn uns das gelingt, haben wir schon viel erreicht."

Wie bei allen anderen Turnieren wollen die Thannhauser wieder mit der richtigen Mischung aus Lockerheit und Konzentration an die Sache rangehen, denn das ist nach Schmids Überzeugung der wesentliche Faktor für die bisherigen Erfolge. "Die Jungs haben großen Spaß am Hallenfußball, aber sie wollen auch den Erfolg. Das zeigt sich darin, dass wir bei aller Spielfreude die notwendige taktische Disziplin nicht vergessen."

In der schmucken Austragungsstätte dieser Titelkämpfe, der hochmodernen ESKARA (Essenbacher Sport- und Kulturarena) kämpfen die acht Mannschaften zunächst in zwei Gruppen um den Einzug ins Halbfinale. Den Auftakt für die Thannhauser in Gruppe B bildet um 11.30 Uhr die Partie gegen den TSV Thiersheim. Der oberfränkische Bezirksmeister, der auf dem Feld zur Winterpause an der Tabellenspitze der Bezirksoberliga steht, besiegte im Bezirksfinale mit dem SV Friesen den Bayerischen Hallenmeister des Jahres 2002. Im zweiten Spiel (12.50 Uhr) treffen die Mindelstädter auf den Oberpfalz-Meister SpVgg Pirk, der in der Bezirksoberliga auf Platz neun überwintert. Erneut mit einem Bezirksoberligisten zu tun bekommt es die Schmid-Truppe im dritten Gruppenspiel gegen den niederbayerischen Meister ASC Simbach. Die Simbacher gehen mit derselben stolzen Bilanz (fünf Turniere und fünf Siege) wie die Thannhauser in diese Meisterschaft.

Platz eins oder zwei muss die TSG in ihrer Gruppe belegen, um ins Halbfinale einzuziehen. Für Schmid eine machbare, aber keine leichte Aufgabe, auch wenn die Mindelstädter als Landesligist der klassenhöchste Verein in dieser Gruppe sind. Dass das aber in der Halle nicht unbedingt eine Rolle spielen muss, haben sie selbst erst kürzlich mit ihren Siegen gegen zwei Bayernligisten bei der schwäbischen Endrunde bewiesen. "Daher werden wir wieder an die in Augsburg gezeigte Leistung anknüpfen müssen, um ins Halbfinale zu kommen", ist Schmid überzeugt.

Während die Thannhauser Gruppe relativ ausgeglichen einzuschätzen ist, scheinen die Kräfteverhältnisse in der Gruppe A klarer geregelt zu sein. Bayernligist Würzburger FV (Unterfranken) und Landesligist SV Seligenporten (Mittelfranken) gelten als Favoriten fürs Weiterkommen. Dem oberbayerischen Bezirksligisten TSV Rohrbach und Gastgeber SV Essenbach (Kreisliga) werden dagegen nur Außenseiterchancen eingeräumt. Titelverteidiger Würzburg ist nach Meinung vieler Experten der große Turnier-Favorit. Auch der TSG-Trainer sieht das so. Als Ziel für seine Mannschaft gibt er zunächst einmal das Erreichen des Halbfinales aus. "Wenn uns das gelingt, ist gerade mit unseren stimmgewaltigen Fans im Rücken aber auch noch mehr möglich. Allerdings müssen wir dafür schon einen super Tag erwischen."

Aufgebot der TSG: Sebastian Steidle, Christian Streitel, Stefan Selig, Peter Jakob, Andreas Kühnl, Mark Hugel, Marian Dischl, Mesut Yildiz, Tobias Schieferle, Bayram Sadrijaj, Ralph Amann.

Abfahrt der drei Fanbusse ist pünktlich um 7 Uhr am Mindelstadion. Für Verpflegung ist gesorgt. Wer selber mit dem Auto anreist, erreicht Essenbach über die A8 bis München und anschließend über die A92 Richtung Deggendorf (Ausfahrt Landshut-Essenbach). Die Halle befindet sich direkt am Ortseingang. Wegen des begrenzten Kartenkontingents empfiehlt sich eine frühzeitige Anreise.




Bericht Bayerische Hallenmeisterschaft 2006 | Endrunde Hallenkreismeisterschaft