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FANS DER DORTMUNDER IST KEIN WEG ZU WEIT |
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Echten Fans von Borussia Dortmund ist kein Weg zu weit - Sitzschalen abmontiert
Für ein Bier musste man schon mal 15 Minuten Schlangestehen in Kauf nehmen. Aber was ist das schon, wenn man das mit der langen An- und Heimreise vergleicht, die rund 800 Dortmund-Fans in Kauf nahmen, um ihren BVB bei einem Fünftligisten spielen ( und siegen) zu sehen. "Das ist egal, Hauptsache man unterstützt seinen Verein", erklärte der schwarz-gelb bemalte Stefan Wolter, einer der Dortmund-Treuen, die unter den 10 500 Zuschauern im Mindelstadion weder zu übersehen noch zu überhören waren.
Nach dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Wolfgang Walz feierten auch Sabrina und Vicky zusammen mit den BVB-Fans den mehr als schmeichelhaften 3:0-Erfolg ihrer Borussia über den Landesligisten TSG Thannhausen. "Hauptsache gewonnen und so haben wir auf der Heimfahrt etwas zu feiern", gaben sich die beiden Mädchen aus Dortmund bescheiden. Hätte die TSG Thannhausen die Sensation geschafft, wären die achteinhalb Stunden Rückfahrt von Thannhausen nach Dortmund sicherlich ohne Stimmung und mit großer Enttäuschung verlaufen.
"Wir wurden in Thannhausen gut aufgenommen", unterstrichen Sabrina und Vicky und zollten der TSG-Mannschaft ein hohes Lob. Auf die Frage, warum sie dieses Spiel nicht im ehrwürdigen Stadion Rote Erde in Dortmund, wo der Pokalschlager im Rahmen einer Benefizveranstaltung live übertragen wurde, miterleben wollten, sagten sie übereinstimmend: "Wir gehören zur Mannschaft. Ein echter BVB-Fan ist hautnah dabei."
Stimmgewaltig mithelfen, dass Borussia Dortmund endlich die Durststrecke im Pokalwettbewerb beenden kann, das war das Ziel von Sabrina und Vicky. Ihnen ist nämlich in bester Erinnerung, dass ihre Borussia seit zehn Jahren nicht mal wenigstens das Achtelfinale des DFB-Pokales erreichte, sechs Mal gegen unterklassige Mannschaften ausgeschieden ist. Drei Mal kam das Pokal-Aus bereits in der ersten Runde. Die beiden Borussia-Fans sind bei jedem Heimspiel im Westfalenstadion und begleiten die Mannschaft auch bei den anderen Auswärtsspielen - egal ob Meisterschaft, Pokal- oder Freundschaftsspiel. Sie leben für ihre Borussia Dortmund. Angetan waren Sabrina und Vicky von der Atmosphäre im ausgebauten Mindelstadion. "Die haben in diesem Dorf gute Arbeit geleistet."
BVB-Fans kamen aber nicht nur aus dem Ruhrpott. Selina Szeller und Daniela Köhn reisten aus Wangen im Allgäu an, um ihre Lieblinge hautnah zu erleben: "Diese Gelegenheit mussten wir einfach nutzen", sagten die Allgäuerinnen, die auch schon wiederholt die weite Reise nach Dortmund in Kauf nahmen, um live dabei zu sein. Mut bewiesen die TSG-Fans Tanja Görgner und Silke Jahn. Die Arbeitskolleginnen der Thannhauser Spieler Stefan Mittelbach und Florian Kirschenhofer hatten sich nicht nur T-Shirts mit der Aufschrift "Fanclub von Mittelbach & Kirsche" übergestreift, sondern sich damit unter die zahlreichen Dortmund-Anhänger gemischt.
Während sie froh gelaunt auf den Anpfiff des Pokalspieles warteten, kam Paul Häußler gewaltig ins Schwitzen. Er war einer der Ordner, der vor dem BVB-Fanblock postiert war. Eigentlich waren für die Schwarz-Gelben in der Süd-Ost-Kurve Plätze reserviert gewesen, doch die kamen im Pulk an und machten sich direkt hinter dem Tor breit. "Da hast du keine Chance", resignierte Häußler, der sich nicht vorstellen könnte, in einem großen Stadion unter weitaus mehr Fans Ordnungsdienst zu verrichten. Mit Hilfe von zusätzlichen Ordnungskräften und Fan-Kapitänen gelang es dann aber doch, die eigentliche Sitz- und Steh-Ordnung herzustellen. Letztlich blieb alles friedlich, auch wenn einige BVB-Fans den Wunsch der TSG Thannhausen nach vielen freiwilligen Helfern beim Abbau der in Stahlbauweise errichteten Tribünen zu wörtlich nahmen. Bereits vor dem Schlusspfiff machten sich einige "Übermotivierte" daran, die Sitzschalen von den Halterungen zu montieren.
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Stimmen von Zuschauern nach dem Pokalspiel | Stimmen der Trainer nach dem Pokalspiel
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