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BERICHT TOTO-POKAL GEGEN TSV AINDLING |
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TSG hat die besseren Nerven
Es war schon immer so, wenn im Fußball ein Elfmeterschießen die Entscheidung bringen musste. Du kannst der Held sein oder der Gelackmeierte. Letzterer kam gestern Abend aus den Reihen der Bayernligisten TSV Aindling. Als Tobias Völker, dritter Schütze des TSV, aus elf Metern vergab, da lag die Überraschung bereits in der Luft, zumal Stefan Selig und Marian Dischl für die TSG Thannhausen getroffen hatten. Die Sensation perfekt machten dann Martin Wiesmüller, Mijo Stijepic und Andreas Kühnl, die eiskalt verwandelten und so den Landesligisten TSG Thannhausen ins Schwäbische Pokalfinale schossen.
"Der macht das" war TSG-Trainer Oliver Schmid zuversichtlich, als es an Kühnl lag, ob der Krimi für die TSG ein erfolgreiches Ende nehmen würde. Und er sollte recht behalten. Wenige Minuten zuvor war es dem TSG-Coach jedoch noch zum Haareausraufen, denn seine Mannschaft hätte sich den Weg ins "Glücksspiel" Elfmeterschießen locker sparen können. Stefan Selig (80. Minute) freistehend mit einem Heber, Mijo Stijepic (87.) und der kurz zuvor eingewechselte Andreas Kühnl (88.) hatten jeweils den Siegtreffer auf dem Fuß.
Die Schlussphase entschädigte die rund 600 Zuschauer etwas für den Leerlauf in den 30 Minuten nach der Halbzeit. Die Thannhauser hatten den Schwung der ersten Halbzeit in der Kabine gelassen und die ohne sechs Stammspieler angetretenen Aindlinger hatten ihren bis dahin überhaupt noch nicht gefunden. So blieben gefährliche Aktionen Mangelware und beschränkten sich auf Schüsse von Sadrijaj und Stijepic (TSG) sowie Tobias Buehler und Thomas Noebel, die entweder ihr Ziel verfehlten oder den beiden Schlussmännern Sebastian Steidle (TSG) und Thomas Geisler keine Probleme bereiteten.
Ohne Respekt vor dem favorisierten Bayernligisten waren die Thannhauser ins Spiel gegangen und warteten mit frechem Doppelpass-Spiel auf. Von einem Klassenunterschied war nichts zu sehen, zumal die Gastgeber früh störten und den Aindlingern so den Spielaufbau schwer machten. So war es nicht verwunderlich, dass TSG-Keeper Steidle in der ersten Halbzeit keinen einzigen gefährlichen Ball halten musste. Das einzige torverdächtige Schuss (Tobias Buehler aus spitzem Winkel) landete ohnehin nur am Außennetz. Etwas mehr zu bieten hatten da die Gastgeber. Die größte Möglichkeit vergab Sadrijaj, der - von Peter Jakob herrlich freigespielt - aber an Torwart Geisler scheiterte.
Zum schwäbischen Pokalfinale erwartet die TSG Thannhausen am Mittwoch 10. Mai (nicht wie ursprünglich geplant am 3. Mai) den Bayernligisten FC Memmingen.
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