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BERICHT TOTO-POKAL GEGEN FC INGOLSTADT |
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Landesliga-Fußballer besiegen Regionalliga-Aufsteiger Ingolstadt und sind in DFB-Hauptrunde
Seit dem Jahr 1954 gibt es das "Wunder von Bern", seit gestern Abend das "Wunder von Thannhausen". Vollbracht haben es die Landesliga-Fußballer der TSG Thannhausen, die vor über 800 Zuschauern im bayerischen Halbfinale des Toto-Pokales den Bayernliga-Meister und Regionalliga-Aufsteiger FC Ingolstadt mit 6:5 (1:1) nach Elfmeterschießen besiegten. Sie sorgten damit nicht nur für eine Riesen-Sensation sondern stehen jetzt in der Hauptrunde das DFB-Pokales, wo sie auf einen noch hochrangigeren Gegner hoffen.
Der Tanz der Thannhauser auf zwei Hochzeiten (am Samstag spielt der Landesliga-Vizemeister in Feucht das Aufstiegsspiel zur Bayernliga gegen den 1. FC Bamberg) geht also weiter. Wer vor dem gestrigen Pokal-Halbfinale geglaubt hatte, "Tanzpartner" FC Ingolstadt würde wohl eine Schuhnummer zu groß sein für den schwäbischen Pokalsieger, der wurde schnell eines besseren belehrt. Zwar hatten die hochfavorisierten Gäste in den Anfangsminuten die ersten Möglichkeiten durch Tobias Schlauderer und Andreas Toelcseres, doch davon ließen sich die Gastgeber nicht einschüchtern. Ohne Respekt vor dem künftigen Regionalligisten gingen sie zu Werke, suchten ihr Heil im Angriff statt im Versteckspiel und so ergaben sich zwangsläufig auch Chancen für die TSG. Vor allem Tobias Schieferle, Mijo Stijepic und Bayram Sadrijaj mischten die Abwehr des Regionalliga-Aufsteigers auf und zwangen sie wiederholt zur Wahl unerlaubter Mittel. So forderten die Thannhauser Elfmeter, als Stijepic von FC-Kapitän Markus Rosenwirth im Strafraum festgehalten wurde, doch die Pfeife von Schiedsrichter Christian Leicher (SV Neuhausen) blieb stumm. Das 0:0 zur Halbzeit war hochverdient für die TSG, das bereits erwähnte Angriffstrio der Mindelstädter hatte sogar Möglichkeiten zum Führungstreffer.
Nach der Pause schien es zunächst so, als gingen die Ingolstädter aufs Ganze, doch Rosenwirth und Maximilan Mies konnten ihre Chancen nicht nutzen. In der 67. Minute war es dann aber so weit: Nach einer Flanke nutzte Markus Hofer die Verwirrung im Thannhauser Strafraum und netzte mit einem trockenen Schuss aus 16 Metern ein. Es herrschte Totenstille im Mindelstadion. Aber nur für eine halbe Minute. Vom Anspiel weg erhielt Tobias Schieferle den Ball auf halblinks und jagte diesen aus 18 Metern zum Ausgleich in den Winkel. Dieser Treffer lähmte die Ingolstädter sichtlich und Christian Streitel (allein vor Torwart Michael Lutz) sowie Sadrijaj (aus spitzem Winkel) hätten den berühmten Sack zumachen können.
So aber musste bereits im dritten Pokalspiel ein Elfmeterschießen die Entscheidung bringen. Und dieses begann schlecht für die Mindelstädter denn gleich der erste Schützte, Kapitän Marian Dischl, vergab. Was sich dann aber abspielte, das kannte man in Thannhausen schon zur Genüge. Torwart Sebastian Seidle, der in der regulären Spielzeit weniger gefordert war als in manchem Landesligaspiel, wuchs wieder über sich hinaus, parierte zunächst den Elfer von Ex-Bundesliga-Profi Martin Driller und in der "Verlängerung" auch noch das Geschoss von Thomas Weingartner. Da für die Gastgeber Franz Stroh, Martin Wiesmüller, Mijo Stijepic, Andreas Kühnl und Tobias Schieferle eingelocht hatten, waren die Pokalsensation und der Einzug ins bayerische Finale sowie in die DFB-Pokal-Hauptrunde perfekt.
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Tribünenaufbau | 2. Vorbericht zum DFB-Pokal
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