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1. NACHBERICHT ZUM DORTMUND SPIEL |
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Die TSG Thannhausen (fünfte Liga) bietet Borussia Dortmund (erste Liga) beim 0:3 Paroli und begeistert über 10 000 Zuschauer
Diese 90 Minuten werden die Thannhauser wohl nie mehr vergessen. Nicht die Tatsache, dass die TSG-Fußballer in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen Borussia Dortmund gespielt haben, oder dass sie vor 10 500 begeisterten Zuschauern auflaufen durften machten dieses Erlebnis so unvergesslich. Es war die Tatsache, dass die Landesliga-Kicker dem Bundesligisten über weite Strecken der Begegnung Paroli bieten konnten, die Zuschauer und Spieler begeisterte. Selbst die knapp 800 BVB-Fans, die während der Partie vor allem dadurch aufgefallen waren, dass sie die Zusatztribüne demolierten, zollten den TSG-Spielern mit Ovationen Respekt.
"Ich habe mich die erste halbe Stunde gefühlt, als ob ich der Trainer der Amateurmannschaft gewesen wäre", nahm Borussen-Trainer Bert van Marwijk seine Profis scharf ins Gericht. "Wenn wir in den nächsten Bundesligaspielen ebenso lustlos agieren, müssen wir unsere Ansprüche gewaltig nach unten revidieren." Mit dieser Einschätzung hatte der Niederländer nicht so unrecht. Denn bis zum Führungstreffer durch den brasilianischen Neuzugang Tinga (28.) hatte Thannhausen bereits fünf hochkarätige Torchancen. Doch entweder scheiterten die Mindelstädter an ihren eigenen Nerven oder am bärenstarken Roman Weidenfeller. Bis zur Halbzeit erhöhte der Bundesligist durch Treffer von Nelson Valdez (39.) und Alexander Frei (42.) zwar noch auf 3:0, doch wirklich überzeugen, konnte die Borussia zu keinem Zeitpunkt. "Die Dortmunder haben uns in 15 Minuten den Unterschied zwischen Landesliga und Bundesliga gezeigt. Sie haben ihre ersten drei Torchancen genutzt und das Spiel für sich entschieden", resümierte Thannhausens Coach Oliver Schmid nach der Partie. "Aber wir können stolz auf diesen Tag sein. Die Mannschaft hat super gespielt, organisatorisch hat alles reibungslos geklappt und die Dortmunder waren super Gäste."
Nichts war mehr zu merken von den angeblichen finanziellen Querelen, von denen eine große Sportzeitschrift unter der Woche berichtete. "Da haben einige Leute viel Wind um nichts gemacht", stellt Klaus Richter, zweiter Abteilungsleiter der TSG Thannhausen, klar. "Bei uns war niemand sauer auf den BVB. Wir waren nur überrascht, wie genau die kaufmännische Geschäftsleitung der Borussia arbeitet. Es ging um den Aufbau der Zusatztribünen und nicht etwa darum, dass Dortmund nichts von den Einnahmen spendiert. Wir wollten eben so vielen Leuten wie möglich, den Besuch des Spiels ermöglichen. Doch weil der Tribünenaufbau, an dem sich Borussia zur Hälfte beteiligte, sehr teuer war, bedeutete ein Plus an Zuschauern, kein Mehr an Einnahmen. Die Dortmunder wollten deswegen immer exakte Kostenvoranschläge. Nur davon waren wir etwas überrascht."
Trotz der hohen Kosten bleibt dem Landesligisten ein Gewinn von knapp 75 000 Euro. Ein Betrag, der gut angelegt werden soll. "Wir wollen ja noch länger etwas von diesem Großereignis haben, das von uns keiner so schnell vergessen wird", so Richter.
TSG Thannhausen: Steidle Hugel, Mittelbach, Dischl, Kirschenhofer Hämmerle (78. Wiesmüller), Jakob, Selig, Stroh (70. Wenzel) Schieferle Sadrijaj (85. Yildiz).
Borussia Dortmund: Weidenfeller Degen, Brzenska, Wörns, Dede Tinga, Kruska, Pienaar (60. Ricken), Kringe (72. Sahin) Frei (60. Smolarek), Valdez.
Tore: 0:1 Tinga (28.), 0:2 Valdez (39.), 0:3 Frei (42.).
Schiedsrichter: Walz (TSV Pfedelbach). Zuschauer: 10 500.
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2. Nachbericht zum Dortmund Spiel | Bericht Toto-Pokal gegen Bubesheim
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