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BERICHT ZUR SCHWÄBISCHEN HALLENMEISTERSCHAFT |
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Im sechsten Anlauf hat es geklappt. Und wie! Nachdem für die TSG Thannhausen bei ihren bisherigen fünf Auftritten bei der Endrunde der Schwäbischen Meisterschaft im Hallenfußball das Erreichen des Halbfinals das „höchste der Gefühle“ war, so trumpften sie am Samstag in der mit 2250 Zuschauern besetzten Augsburger Sporthalle mächtig auf. Durch einen 7:4-Sieg im Viertelfinale über den Landesligisten TSV Neusäß und einen 3:1-Erfolg über den Bayernligisten und dreifachen Schwäbischen Meister TSV Aindling zog Bezirksoberligist TSG Thannhausen ins Endspiel ein, wo er mit einem 5:4-Sieg nach Golden Goal über den FC Kempten noch das Tüpfelchen aufs „i“ setzte und erstmals den Titel gewann. Dabei hatte der Tag mit einer Hiobsbotschaft für die Thannhauser begonnen, denn Christian Streitel, der bei der Vorrunde zur „Schwäbischen“ und zuletzt beim Hallenturnier in Babenhausen zu den besten Thannhausern Akteuren zählte, musste wegen einer Magen-Darm-Grippe absagen. Doch die Mindelstädter steckten den Ausfall ebenso gut weg wie im Viertelfinalspiel gegen den Landesligisten TSV Neusäß einen zweimaligen Rückstand in der Anfangsphase. Dank eines glänzend aufspielenden Stefan Selig und einem eminent treffsicheren Andreas Kühnl, machte der als Außenseiter angetretene Bezirksoberligist nach einem 1:2-Pausenrückstand die erste Überraschung perfekt. Kühnl (5) und Selig (2) erzielten beim 7:4-Sieg alle Thannhauser Treffer, denen zum Teil hervorragende Kombinationen voraus gegangen waren. So etwa beim letzten TSG-Treffer, der von Selig mit einem Traumpass per Außenrist auf Torschütze Hugel eingeleitet wurde.
Aber auch die „Youngster“ im Thannhauser Team unterstrichen, dass sie es verstehen, Hallenfußball zu spielen. So etwa Dominik Mayr und Peter Jakob, die beim 3:1-Sieg im Halbfinale gegen den Titelverteidiger TSV Aindling den dritten TSG-Treffer fabrizierten und bei dieser Gemeinschaftsproduktion „Ramba-Zamba“ spielten mit den hochfavorisierten Bayernliga-Akteuren. Spätestens zu dem Zeitpunkt, als Andreas Kühnl die Mindelstädter in der 6. Minute mit 1:0 in Führung geschossen hatte, war unüberhörbar, welcher Mannschaft in der Halle die Sympathien galten. Mit dem Publikum im Rücken verkrafteten die Thannhauser auch den 1:1-Ausgleich durch Kreuzer (17. Minute). Mark Hugel (im Anschluss an einen Freistoß von Selig) leitete dann in der 24. Minute den verdienten Thannhauser Sieg und die zweite Überraschung ein. Die TSG Thannhausen stand erstmals im Finale der Schwäbischen Meisterschaft. Schon zur Halbzeit hatte der Cheforganisator der Schwäbischen Titelkämpfe, Armin Klughammer, geschwärmt: „Das ist ein dramatisches Halbfinale mit einer über sich hinaus wachsenden TSG Thannhausen.“ Und es sollte nicht das Ende sein, auch wenn es zunächst nicht gut aussah für die Truppe von Spielertrainer Oliver Schmid. Platt von den kräftezehrenden Viertel- und Halbfinalspielen und auch ein bisschen nervös präsentierten sich die Thannhauser zunächst im Endspiel gegen den Landesligisten FC Kempten. Die frühe Kemptener Führung (1. Minute) glich Stefan Selig (6.) zwar aus, doch dann schien die Partie den erwarteten Verlauf zu nehmen, denn der klassenhöhere Gegner setzte sich innerhalb von zwei Minuten mit 3:1 ab. Vergebene gute Chancen von Michael Dreher, Andreas Kühnl und Peter Jakob konnten die Moral des Bezirksoberligisten aber ebenfalls nicht brechen. Als Dreher kurz vor der Halbzeit nach schöner Kombination mit Kühnl das 2:3 erzielte, keimte wieder Hoffnung auf. Und auch Armin Klughammer machte über den Hallenlautsprecher der TSG Mut: „Da ist noch alles drin.“
Der Großteil der über 2000 Zuschauer fieberte nun mit den Thannhausern, die einen groben Abspielfehler ihres ansonsten tadellos agierenden Torhüters Alexander Bader, der zum 4:2 für Kempten führte, wegsteckten. Hugel (nach schöner Kombination mit Dreher) sowie Jakob (nach Doppelpass mit Hugel) - plötzlich stand es 4:4 und die begeisterten Zuschauer witterten die dritte große Überraschung. Nachdem die Kemptener nur noch einen Lattentreffer verzeichneten, war Verlängerung angesagt. Zwei Minuten waren gespielt, als Selig wieder einmal unsanft gebremst wurde. Der Kemptener Übeltäter Falger musste dafür auf die Strafbank und die Thannhauser nutzten die Überzahl. Mit Stefan Selig erzielte nach Zusammenspiel mit Mark Hugel ein Akteur das Golden Goal, der vom Publikum zum besten Spieler der Endrunde gewählt wurde. Nach 92 überzeugenden Minuten, 15 Toren und drei Siegen über höherklassigere Mannschaften war der größte Hallen-Erfolg der TSG in der Vereinsgeschichte perfekt.
TSG Thannhausen: Bader (Tor), Hugel, Selig, Jakob, Kühnl, Dreher, Mayr, Kirschenhofer,Winzig, Klimm.
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Bericht Vorrunde Kreismeisterschaft | Stimmen zur Schwäbischen Hallenmeisterschaft
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