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BERICHT BAYERISCHE HALLENMEISTERSCHAFT 2004 |
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Das von Veranstalter SG-Strietwald Aschaffenburg perfekt organiserte Turnier wurde lediglich etwas vom mangelnden Publikumsinteresse getrübt. Nur ca. 900 Zuschauer fanden den Weg in die riesige Unterfrankenhalle von Aschaffenburg. Und hätte nicht die TSG rund 200 Anhänger mit gebracht, wären es noch deutlich weniger gewesen. Die Arena war daher auch fest in der Hand des Thannhauser Anhangs. Die Auftritte der Mindelstädter entwickelten sich stimmungsmäßig, aber zum Teil auch sportlich zu den Höhepunkten der Gruppenspiele. Hellwach und hochkonzentriert präsentierte sich die TSG zu Beginn des ersten Spiels gegen den niederbayerischen Landesligisten FC Dingolfing. Durch zwei tolle Solos von Stefan Selig und Peter Jakob legte sie bald eine 2:0 Führung vor. Allerdings gelang den Dingolfingern durch ein Eigentor der TSG noch vor dem Seitenwechsel der Anschlusstreffer. Im zweiten Durchgang hätte die Schmid-Truppe bei zahlreichen Chancen alles klar machen können, stattdessen kassierte sie mit einem unhaltbar abgefälschten Schuss noch den Ausgleich. Im zweiten Spiel gegen den ebenfalls mit einem Unentschieden gestarteten Bayernligisten SC Schwabach überzeugten die Thannhauser durch eine konzentrierte und taktisch disziplinierte Spielweise. Zudem hatten sie mit dem glänzenden Torhüter Alexander Bader einen sicheren Rückhalt. Nach torlosen ersten acht Minuten war es wieder einmal Stefan Selig, der die Thannhauser mit einem platzierten Freistoß Mitte der zweiten Halbzeit zum von den Fans frenetisch gefeierten ersten Sieg schoss. Im letzten Gruppenspiel gegen Ausrichter SG-Strietwald, der sich nach zwei Unentschieden ebenfalls noch alle Hoffnungen auf den Einzug ins Halbfinale machen durfte, hätte den Mindelstädtern bereits ein Unentschieden zum Weiterkommen gereicht. Sie spielten deshalb aber nicht mit angezogener Handbremse, sondern legten aufgeweckt vom frühen 0:1 richtig los. Stefan Selig markierte kurz darauf den Ausgleich und nach einer herrlichen Kombination mit dem stark spielenden Peter Jakob in Unterzahl (Zeitstrafe für Christian Streitel) das 2:1. Anschließend schossen der ebenfalls wieder sehr überzeugende Mark Hugel, Andreas Kühnl sowie erneut Stefan Selig eine 5:1 Führung heraus. Im Gefühl des sicheren Sieges wurden die Thannhauser danach etwas leichtsinnig und ermöglichten den Gastgebern noch zwei Treffer. Mit sieben Punkten und 8:5 Toren zog die TSG als souveräner Gruppenerster vor dem Bayernligisten SC Schwabach (4 Punkte), dem FC Dingolfing (4) und der SG Strietwald (2) ins Halbfinale ein. In der Gruppe eins qualifizierten sich der Landesligist 1. FC Bamberg als Gruppenerster und der Bezirksligist Türk-SV Ingolstadt für die Halbfinals, während Landesligist FT Schweinfurt und Bezirksoberligist Weiden die Segel streichen mussten. Aufgrund der bisher gezeigten Leistungen ging die TSG als Favorit in Begegnung gegen den Türk-SV Ingolstadt. Nach dem 1:0 von Christian Streitel in der achten Minute schien das Finale auch schon zum Greifen nahe. Allerdings konnten die Thannhauser in dieser Begegnung nicht mehr an die starken Leistungen der vorangegangenen Spiele anknüpfen. Da half auch die nach wie vor großartige Unterstützung durch die wie eine Wand hinter der Mannschaft stehenden Zuschauer nicht mehr. Nach einem Fehler der TSG gelang Ingolstadt in der zweiten Halbzeit der Ausgleich. Die Mindelstädter hatten danach nicht mehr die Kraft, noch einmal zu antworten und so musste die Entscheidung im Siebenmeterschießen fallen. Hier machten die Nerven den jungen TSG-Akteuren einen Strich durch die Rechnung. Christian Streitel und Peter Jakob vergaben die ersten beiden Siebenmeter. Torhüter Alexander Bader ließ mit dem glänzend abgewehrten zweiten Ingolstädter Versuch noch einmal Hoffnung aufkommen. Anschließend trafen Stefan Selig und Michael Dreher, aber auch die Ingolstädter verwandelten sicher. Mit dem dritten Thannhauser Fehlschuss durch Andreas Kühnl war der Traum vom Endspiel dann endgültig vorbei. Die Fans feierten danach dennoch ihre Mannschaft, die trotz des unglücklichen Ausscheidens hocherhobenen Hauptes die Halle verlassen konnte, hatte sie doch den Bezirk Schwaben bei diesen Titelkämpfen mehr als würdig vertreten. Zudem konnte die TSG auch einen Ehrenpreis mit nach Hause nehmen, denn Stefan Selig wurde mit fünf Treffern Torschützenkönig des Turniers. Den bayerischen Hallenmeistertitel sicherte sich der 1. FC Bamberg, der nach einem 4:0 im zweiten Halbfinale gegen Schwabach im Finale auch Türk-Ingolstadt beim 5:1 keine Chance ließ.
TSG Thannhausen: Alexander Bader, Stefan Selig, Peter Jakob, Mark Hugel, Andreas Kühnl, Michael Dreher, Christian Streitel, Dominik Mayr, Matthias Winzig, Manuel Kirschenhofer, Florian Klimm, Hüseyin Birinici
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Bericht Hallenturnier Babenhausen | Fanbericht
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