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30.04.2011 TSG - SV WACKER BURGHAUSEN II 2:1
 

TSG: Böld - Sandner, Balogh (74. Schwegle), Winzig, Gschrey - Deberling (46. Keles), Selig, Miroci, Micheler - Leiteritz, Lauer (67. Akyel)

SVW: Sommerauer - Angloher, Bahar, Edsperger, Volkov - Huber, Bonimeier H., Roppert (65. Schäck), Liener (74. Kirschner) - Bonimeier R, Kathieringer

Tore: 1:0 (25.) Stefan Winzig, 1:1 (31.) Daniel Roppert, 2:1 (46.) Stefan Leiteritz

Schiedsrichter: Bernd Zitzl (SV Maiach)

Zuschauer: 200

gelbe Karten: Miroci, Balogh, Micheler - Angloher, Bahar, Huber

rote Karte: - / Sergej Volkov (88./Schiedsrichterbeleidigung)


Es hat in den vergangenen Wochen sicher bessere Fußballspiele der TSG Thannhausen gegeben als die Partie am Samstag gegen den SV Wacker Burghausen II. Verständlicherweise war dies allen Beteiligten im TSG-Lager aber völlig egal, zählte doch einzig und allein die Tatsache, dass die Mindelstädter mit dem 2:1-Erfolg gegen die Reserve des Drittligisten den Klassenerhalt in der Landesliga Süd bereits fünf Spieltage vor Saisonende perfekt gemacht haben.

Die Thannhauser Anhänger wussten auch genau, wem ein ganz maßgeblicher Anteil an diesem von den allermeisten vor Saisonbeginn nicht für möglich gehaltenen Erfolg gebührt. So wurde Trainer Jochen Frankl nach dem Spiel im Sportheim mit lautstarkem Beifall begrüßt. Der Übungsleiter gab die Komplimente umgehend an seine Mannschaft weiter. „Was die Jungs in der Rückrunde leisten, ist überragend. Vor allem die Art und Weise, wie die junge Truppe mit dem Druck des Abstiegskampfs zurechtgekommen ist, ist schon sehr beeindruckend.“

In der Tat hat die Frankl-Elf, die am Samstag ihren siebten Sieg in den letzten acht Begegnungen feierte, im Lauf der Runde einen enormen Reifungsprozess vollzogen. Gegen Burghausen demonstrierte sie, dass sie jetzt auch in der Lage ist, Spiele zu gewinnen, wenn sie nicht am oberen Limit spielt. In der ersten Halbzeit trat die TSG noch sehr dominant auf und hätte aufgrund einiger guter Chancen eigentlich mit einer Führung in die Pause gehen müssen.

Dass stattdessen mit einem 1:1 die Seiten gewechselt wurden, lag neben dem Auslassen dieser Möglichkeiten vor allem an der 31. Minute. Da deckten die Gäste, die aus dem Spiel heraus in den ersten 45 Minuten keine einzige torgefährliche Aktion zustande brachten, bei einem Freistoß die immer noch vorhandenen Defensivschwächen der TSG bei Standardsituationen wieder einmal auf. Daniel Roppert konnte eine Freistoßhereingabe relativ unbedrängt zum schmeichelhaften Ausgleich für Burghausen einköpfen. Auf der anderen Seite hatten die Thannhauser aber sechs Minuten zuvor ihre in der Rückrunde neu entwickelten Qualitäten bei offensiven Standards demonstriert. Einen Freistoß von Stefan Selig verlängerte Stefan Leiteritz an den Fünfmeterraum, wo Stefan Winzig ebenfalls per Kopf zur Thannhauser Führung vollendete.

Direkt nach Wiederanpfiff brachte der schönste Spielzug der gesamten 90 Minuten gleich die neuerliche TSG-Führung. Max Lauer bediente mit einem herrlichen Pass in die Gasse den pfeilschnellen Stefan Micheler und dessen präzise Flanke von der Grundlinie wuchtete der heranstürmende Stefan Leiteritz mit einem unhaltbaren Kopfball zum 2:1 unter den Querbalken.

Dies blieb der einzige fußballerische Höhepunkt des zweiten Durchgangs. Der Rest war viel Kampf und Krampf, wobei der TSG sieben Minuten vor dem Ende auch das nötige Quäntchen Glück zur Seite stand, als ein Hammer von Harald Bonimeier an die Unterkante der Latte krachte und von dort ins Spielfeld zurücksprang.
In der 88. Minute schwächten sich die Burghauser durch eine unnötige Rote Karte für Sergej Volkov noch selbst und so brachte die TSG den insgesamt verdienten Sieg über die Zeit.


Quelle: Mittelschwäbische Nachrichten




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