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28.08.2010 TSG THANNHAUSEN - FC GUNDELFINGEN 3:1
 

TSG: Böld - Balogh, Hänsle, Winzig, Gschrey - Leitzeritz (77. Deberling), Jakob (84. Akyel), Selig, Miroci, Sandner (62. Sassmann) - Cantürk

FCG: Kiebler - Putz, Rufrano (60. Winkler), Struck, Schnelle - Prießnitz (73. Mattick), Mayerle (63. Schröder), Wirth, Müller - Kerle, Scheu

Tore: 0:1 (14.) Manuel Müller, 1:1 (29.) Florian Sandner, 2:1 (59.) Xhelal Miroci, 3:1 (80./FE) Volkan Cantürk

Zuschauer: 500

Schiedsrichter: Christian Keck (FC Grünbach)

gelbe Karten: Miroci, Jakob / Prießnitz

rote Karte: Peter Struck (84./Gundelfingen/grobes Foulspiel)

Besonderes: Trainer Armin Resselberger (89./Gundelfingen) wird von der Trainerbank verwiesen.


Am Ende hatten sich alle lieb. Die Fans den Trainer, der Trainer die Spieler und die Spieler die Fans. Die TSG Thannhausen bleibt das Team der Stunde in der Fußball-Landesliga und erkämpfte auch gegen den FC Gundelfingen einen verdienten 3:1-Heimsieg. Der vierte Erfolg in den vergangenen fünf Ligaspielen, dazu noch der Pokalerfolg gegen Affing. Es ist etwas am Entstehen in Thannhausen.

„Es ist irre“, war TSG-Trainer Jochen Frankl nach der Partie fast sprachlos. „13 Punkte in sieben Spielen. Das kann sich wirklich sehen lassen.“ Tatsächlich wird der Landesligist momentan auf einer Welle der Euphorie getragen. „Wir sind in den vergangenen Wochen richtig ins Rollen gekommen. Das müssen wir nutzen und weiter punkten“, sagt Frankl. Doch was macht die TSG momentan eigentlich so stark? Innenverteidiger Stefan Winzig - einer der Garanten des Erfolges - bringt es auf den Punkt: „Die ganze Mannschaft zieht an einem Strang. Jeder gibt Gas und so gewinnt man eben Spiele.“

Auch solche, in denen es nicht so gut läuft. Denn gegen den FC Gundelfingen kamen die Jungs von Jochen Frankl gar nicht gut in die Partie. Zu mutlos, zu viele Ballverluste, zu wenige gewonnene Zweikämpfe. Die TSG überließ den Gästen die Initiative. Und die ließen sich nicht lange bitten. Mit ihrer ersten gefährlichen Aktion gingen die Schützlinge von Armin Resselberger mit 1:0 in Führung (15.). Florian Prießnitz ließ im Mittelfeld zwei Thannhauser Spieler aussteigen und schickte Manuel Müller auf die Reise. Der ließ mit seinem Flachschuss TSG-Torhüter Thomas Böld keine Chance. Ein Gegentor der Marke vermeidbar: „Da haben wir es Gundelfingen viel zu einfach gemacht“, ärgerte sich Frankl. „Solche Tore sehe ich gar nicht gerne.“

Frankl reagierte. Stellte Florian Sandner für Stefan Leiteritz auf die rechte Außenbahn und diesen auf die linke. Ein Wechsel, der sich spätestens in der 30. Minute bezahlt machte. Da war es nämlich eben dieser Florian Sandner, der nach einer schönen Kombination über Xhelal Miroci und Stefan Selig den 1:1-Ausgleich erzielte. Die Wende: „Bis dahin haben wir gut mitgespielt“, urteilte auch FCG-Trainer Armin Resselberger. „Danach hat Thannhausen den Druck erhöht und wir konnten nicht mehr entscheidend dagegenhalten.“

Dumm, wenn dann auch noch Spieler patzen. Wie beim 2:1 durch den agilen Xhelal Miroci. Außenverteidiger Raffaele Rufrano ließ sich durch einen weiten Ball von David Balogh komplett überraschen und auch Torhüter Rafael Kiebler sah beim TSG-Führungstreffer nicht gut aus. Anstatt in seinem Kasten zu bleiben, versuchte der Routinier dem fleißigen Stefan Leiteritz den Ball vom Fuß zu spitzeln. Der legte allerdings lieber quer zum mitgelaufenen Miroci und der hatte keine Mühe den jetzt verdienten 2:1-Führungstreffer zu erzielen (59.). Die Entscheidung. Denn fortan dominierte Thannhausen das Spiel und kam durch einen Foulelfmeter von Volkan Cantürk - Gabor Deberling wurde im Strafraum umgestoßen - zum 3:1-Endstand. Doppelt bitter für den FCG. Neben den Punkten verloren sie in den Schlussminuten auch noch ihren besten Mann. Peter Struck - letztes Jahr noch bei der TSG unter Vertrag - sah nach einem Foul die Rote Karte.


Quelle: Mittelschwäbische Nachrichten




21.08.2010 FC Markt Schwaben - TSG Thannhausen 1:2 | 04.09.2010 VfB Eichstätt - TSG Thannhausen 4:2