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16.04.2011 TSG THANNHAUSEN - SB DJK ROSENHEIM 2:1
 

TSG: Böld - Balogh, Hänsle, Winzig, Gschrey - Deberling (63. Sandner), Selig, Miroci, Schwegle (73. Micheler) - Cantürk, Lauer (84. Keles)

DJK: Vockensperger - Ishii (59. König), Schlosser, Maric, Spreitzer - Poschauko, Eyrainer, Wirkner, Hofer - Kaya, Gartzen (65. Tot)

Tore: 1:0 (49.) Maximilian Lauer, 1:1 (56.) Michael Hofer, 2:1 (79.) Stefan Winzig

Schiedsrichter: Andreas Kasenow (FC Ingolstadt 04)

Zuschauer: 250

gelbe Karten: Selig, Schwegle, Winzig / Kaya




 



 

Stefan Winzig ist kein Freund großer Worte. Der Innenverteidiger der TSG Thannhausen überzeugt mehr durch sein Auftreten. Resolut in den Zweikämpfen, immens zweikampfstark und dennoch mit einem guten Aufbaupass. Ein ganz wichtiger Kicker im Team von Jochen Frankl. Wie wichtig, das zeigte der 21-Jährige auch beim Spiel gegen den SB DJK Rosenheim. Er erzielte den viel umjubelten Treffer zum 2:1 und brachte sein Team damit ganz nah an das große Ziel Klassenerhalt.

„Das war heute sicher nicht mein bestes Spiel“, ging der Siegtorschütze nach der Partie hart mit sich ins Gericht. „Aber was zählt, ist das Tor, sind die drei Punkte. Die haben wir uns heute redlich verdient.“ Tatsächlich durchlebte Winzig in den 90 Minuten zuvor ein Wechselbad der Gefühle. Hohe Fehlpassquote, Probleme mit Gästestürmer Onur Kaya – es war nicht das beste Spiel von „Mister Zuverlässig“ der TSG-Viererkette. Und dann noch diese 77. Minute.

Xhelal Miroci vertändelte im Mittelfeld leichtfertig den Ball und plötzlich ging es bei den Oberbayern ganz schnell. Werner Wirkner schickt Onur Kaya auf die Reise. Nur durch ein Foul kann Winzig den Gästeangreifer stoppen – Notbremse: „Da hatte ich Glück“, sagt Winzig. „Ich hatte keine andere Wahl. Ich musste das Foul machen. Da kann man Rot sehen.“ Schiedsrichter Andreas Kasenow beließ es bei einer Verwarnung und trug damit maßgeblich am verdienten Erfolg der TSG bei. Denn nur eine Minute nach dieser Situation war Winzig wieder im Blickpunkt. Diesmal vor dem gegnerischen Tor. Nach einem Eckball von Volkan Cantürk kam er frei zum Kopfball und lies SB-Torhüter Simon Vockensperger keine Chance – die Entscheidung in einem intensiven Landesligaspiel.

„Riesen Kompliment an die Mannschaft“, freute sich TSG-Trainer Jochen Frankl über die drei Punkte. Es war der zweite Erfolg gegen ein Spitzenteam der Landesliga binnen einer Woche. Nach dem 3:1 gegen Kottern vergangenes Wochenende folgte jetzt der Triumph gegen den Tabellenführer, der zuvor fünf Siege in Folge einfahren konnte. Warum es gerade gegen solche Teams so gut läuft, Frankl weiß es nicht: „Wenn wir Gas geben, können wir jeden Gegner schlagen“, so der Übungsleiter. „Das haben wir heute wieder bewiesen.“

Tatsächlich war beim Aufeinandertreffen des Spitzenreiters beim Tabellenzehnten nicht zu erkennen, wer von den beiden Teams der Aufstiegskandidat war. Thannhausen, das mit Sebastian Schwegle, Mathias Gschrey und Gabor Deberling drei frische Kräfte brachte, kontrollierte das Geschehen, ohne allerdings klare Torchancen herauszuarbeiten. Anders die Gäste. Wenn sie einmal ihr schnelles Kombinationsspiel aufblitzen ließen, dann wurde es auch gefährlich. Doch entweder der Spitzenreiter scheiterte an seinen Nerven – Werner Wirkner zielte aus zehn Metern über das Tor (25.) – oder es fehlte das letzte Quäntchen.

Nach der Halbzeit klappte es dann schnell mit dem Toreschießen – allerdings aufseiten der TSG. Der fleißige Max Lauer kam nach einem Eckball von Stefan Selig aus fünf Metern vollkommen frei zum Kopfball – 1:0 (50.). Dumm nur aus Sicht der TSG, dass man die Gegner genauso zum Toreschießen einlud. Denn nach einer Ecke von Werner Wirkner war es auf der Gegenseite Michael Hofer, der vollkommen unbedrängt zum Ausgleich einköpfte (56.) – die Kopie des TSG-Führungstreffers. Es war der letzte Aufreger der Partie – na ja: außer den Auftritten von Stefan Winzig.


Quelle: Mittelschwäbische Nachrichten




13.04.2011 TSG Thannhausen-SC Fürstenfeldbruck 1:4 | 23.04.2011 FC Affing - TSG Thannhausen 2:3