TSG: Böld, Gschrey, Keles, Hänsle, Miroci, Hillenbrand, Leiteritz, Selig, Deberling (77. Schwegle), Sandner, Lauer (68. Cantürk)
FCA: Brunner, Tok, Huber, Zweckbronner, Müller, Wurm (90. Hodzic), Merkle, Rudolph, Wilhelm, Schaller (86. Wawra), Leszczynski (64. Robinson)
Tore: 1:0 (13.) Maximilian Lauer, 2:0 (16.) Stefan Selig, 2:1 (54./FE) Sebastian Schaller, 2:2 (55.) Patrick Wurm, 2:3 (74.) Patrik Merkle, 2:4 (87.) Dominik Wawra, 3:4 (89.) Volkan Cantürk
Zuschauer: 200
Schiedsrichter: Sven Engl (RSV Ittling)
gelbe Karten: Hänsle - Zweckbronner
Besonderes: Augsburgs Co-Trainer Wurm wird in der 45. Minute vom Schiedsrichter wegen Reklamierens aus dem Innenraum verwiesen.
Niedergeschlagen lagen die Landesliga-Kicker der TSG Thannhausen nach den 90 Minuten gegen den FC Augsburg II auf dem Rasen des Mindelstadions. 3:4 – das Ergebnis eines verrückten Fußballspiels mit zwei komplett unterschiedlichen Halbzeiten. Nach 45 Minuten lagen die Hausherren nämlich noch mit 2:0 in Führung. „Das ist einfach unglaublich“, haderte TSG-Trainer Jochen Frankl. „Heute hat sicher nicht die bessere Mannschaft gewonnen. Wir müssen das 3:0 machen, dann ist die Partie gelaufen. So geraten wir durch drei Standardsituationen in Rückstand und verlieren so ein Spiel noch. Ganz bitter.“
Tatsächlich war die TSG über 55 Minuten die stärkere Mannschaft. Dominierte in der ersten Halbzeit einen Gegner, dem man anmerkte, dass es für ihn um nichts mehr ging. Die 2:0-Führung durch Tore von Max Lauer (13.) und Stefan Selig (16.) – er wuchtete einen Freistoß aus 17 Metern sehenswert unter die Latte – waren der verdiente Lohn einer engagierten Leistung der jungen TSG-Elf. Den einzigen Vorwurf, den man den Hausherren machen muss: Sie verpassten es, den Sack zuzumachen. Chancen gab es dafür genügend. Die beste vergab dabei Xhelal Miroci, der kurz vor Seitenwechsel viel zu eigensinnig agierte und aus 12 Metern den Ball neben das Tor von Stefan Brunner setzte, anstatt auf den frei stehenden Max Lauer abzulegen.
Von den Gästen war bis dahin wenig zu sehen. Bis auf ein paar Schüsse von Benjamin Wilhelm (3.,7.,19.) brachte die Elf von Roland Bahl im ersten Abschnitt wenig zusammen. Wie tief die Frustration über den schwachen Auftritt der Bundesliga-Reserve auf der Trainerbank saß, wurde in der 45. Minute klar. Da flog Co-Trainer Erwin Wurm nach einem Disput mit dem Schiedsrichter von der Trainerbank: „Ich habe in der Halbzeit an die Ehre meiner Spieler appelliert“, so Bahl nach Spielschluss. „Das war bis dahin einfach zu wenig. Wie meine Jungs dann aber zurückgekommen sind – Respekt.“
Dabei sah es kurz nach Wiederbeginn nicht danach aus, als ob die Partie kippen sollte. Max Lauer hatte die erste gute Chance. Scheiterte allerdings frei stehend an Brunner. Dann ging es allerdings ganz schnell. Mit zwei individuellen Fehlern brachte die TSG den FCA wieder zurück in die Partie. Erst foulte Hüseyin Keles Patrick Wurm im Strafraum (54.), dann ließ Thomas Böld einen harmlosen Freistoß von Sebastian Schaller nach vorne abprallen (56.). Der FCA sagte in Form von Sebastian Schaller und Patrick Wurm Danke. Das Spiel war gedreht.
Von nun an dominierte die Bahl-Elf, kam durch Benjamin Wilhelm (68., 69.) und Patrick Wurm (71.) zu guten Chancen. Es dauerte allerdings bis zur 78. Minuten, ehe die Gäste in Führung gingen. Wieder sah Böld nach einem Freistoß von Schaller nicht gut aus und so durfte Patrik Merkle aus vier Metern unbedrängt zum 3:2 einköpfen. Es kam noch schlimmer. Mitten in die TSG-Schlussoffensive erzielte die Bahl-Elf durch Dominik Wawra sogar das 4:2 (87.) – die Partie war entschieden. Der Anschlusstreffer durch Volkan Cantürk (89.) war nicht mehr als Ergebniskosmetik.
Quelle: Mittelschwäbische Nachrichten
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