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11.08.2010 TSV GERSTHOFEN - TSG THANNHAUSEN 0:0
 

TSV: Krieglmeier - Liebsch (77. Gezgin), Krammer (79. Schmoll), Mitelbach, Keil - Niesseler, Hintersberger, Stieglitz, Fischer - Richter, Obermeyer (55. Roth)

TSG:
Böld - Gschrey, Hänsle, Winzig, Balogh - Leiteritz (77. Sassmann), Selig, Jakob, Miroci, Micheler (71. Sandner) - Cantürk

Tore: Fehlanzeige

Schiedsrichter: Stefan Stangl (Kaufbeuren)

Zuschauer: 350

Bes. Vorkommnisse: keine



Es ist schon verrückt. Die TSG Thannhausen holt in der Fußball-Landesliga gegen den TSV Gersthofen einen Punkt – und niemand ist zufrieden. 0:0 hieß es gestern Abend nach 90 – vor allem von den Gastgebern – enttäuschenden Minuten.

Es war eine seltsame Stimmung bei den Spielern und Trainern der TSG. Niemand wusste so genau: Soll man sich jetzt über den Punktgewinn freuen, oder eben doch der Chance nach dem zweiten Sieg in Folge nachtrauern. Richtig sicher war sich auch TSG-Trainer Jochen Frankl nicht sicher: „Vor der Partie hätte ich mich über das Ergebnis gefreut. Jetzt ist es mir eigentlich zu wenig“, so der Übungsleiter. Verständlich, wenn man die Partie betrachtet. Thannhausen war das klar bessere Team. Aggressiver in den Zweikämpfen, zielstrebiger im Spielaufbau und organisierter in der Defensive. Kurzum: Drei Punkte wären verdient gewesen: „Wenn Stefan Micheler das Ding macht, gehen wir hier als Sieger vom Platz“, sagt Frankl nach der Partie. „Aber keinen Vorwurf an den Jungen. Er hat sonst eine sehr gute Partie gemacht.“

Frankl spricht von dieser Szene in der 60. Minute. Nach einer schönen Kombination geht der Linksaußen der TSG plötzlich allein auf TSV-Schlussmann Christian Kriegelmeier zu. Doch mit seinem Abschluss scheitert der 19-Jährige am gut reagierenden Torhüter. Es war die größte Chance eines ansonsten ereignisarmen Spieles.
Das lag allerdings vor allem an den Hausherren. Mit nur einem Stürmer auflaufend enttäuschte das hoch eingeschätzte Team von Robert Walch auf der ganzen Linie. Thannhausen beschränkte sich auf die Defensive, nicht ohne vereinzelte Nadelstiche zu setzen. So dauerte es bis zur 40. Minute, ehe die TSG die erste Großchance des Spiels herausspielte: Nach einem schönen Pass von Xhelal Miroci lief Volkan Cantürk allein auf das Gersthofer Tor zu. Doch der TSG-Stürmer wartete an alter Wirkungsstätte etwas zu lange und so konnte Benny Richter seinen Schuss im letzten Moment noch abblocken. Es blieb die beste Chance in Halbzeit eins. Gersthofen brachte gegen die gut gestaffelte TSG-Defensive keinen gefährlichen Torschuss zustande.

Das gleiche Bild auch in Hälfte zwei. Thannhausen kontrollierte das Spiel – richtig Torchancen blieben Mangelware. Pech für die TSG als Schiedsrichter Stefan Stangl nach einer Aktion gegen Xhelal Miroci nicht auf den Elfmeterpunkt zeigte (86.). Die Hausherren hatten ihre einzige nennenswerte Torchance erst in der 87. Minute. Und das war ein Schuss aus 22 Metern von Johannes Hintersberger. So blieb es beim torlosen Remis – ein Ergebnis, mit dem an diesem Abend nur die Hausherren zufrieden sein konnten.


Quelle: Mittelschwäbische Nachrichten




01.08.2010 TSG Thannhausen - FC Pipinsried 3:2 | 14.08.2010 TSG Thannhausen - FC Unterföhring 3:0